Nocturnal Culture Night 12: 08.-10.09.2017 Kulturpark Deutzen – Tag 2

Beyond Obsession

Als erste Band des Tages spielte Beyond Obsession vor schon reichlich vielen Besuchern. Sie munterten nach einer ersten, langen Festivalnacht die Zuhörer richtig auf.

The Red Paintings

Hiernach folgten The Red Paintings auf der Weidenbogenbühne. Die in außergewöhnlich bunten Kostümen verhüllten Musiker boten eine künstlerische Bühnenshow, welche den melodischen bis mitreißenden Stücken einen besonderen Rahmen gaben. Da wurde während eines Songs schon mal ein Körper mit Lianen und Blättern bemalt und eine Stimmung zwischen Pop- Art und Mystik erschaffen.

Jäger 90

Mittlerweile waren Jäger90 auf der Amphibühne gelandet und begeisterten ihre Fangemeinde. Als Ohrwurm hängengeblieben ist: „Am Sonntag ist Krieg“ – so gesehen hatte wir ja noch einen ganzen Tag Zeit zum Feiern!

Dorsetshire

Im Anschluss kam Dorsetshire, eine Electro- Goth-Band, die in den 90ern einige Clubhits hatte und nun mit Sänger Monaco X und Bruno Kramm wieder erwacht ist, um neue Hits zu kreieren und alte zu remixen.

M.I.N.E

Auf der Weidenbogenbühne gab der Camouflage-Frontmann Marcus Meyn mit seinem Projekt M.I.N.E. richtig Gas und feuerte wie aus dem Jungbrunnen entstiegen das Publikum ordentlich an. Er sprang so energiegeladen über die Bühne, dass sie viel zu klein erschien und die Fans auch ordentlich zum Mittanzen brachte.

Crematory

Nach dem Electro-Wave-Feuerwerk wurde es mit Crematory deutlich Metal- und Gitarren-betonter.

Pouppée Fabrikk

In dieser Richtung und noch eine Schippe härter spielte Pouppée Fabrikk als Abschluss auf der Weidenbogenbühne. Hier kamen die Metal-Fans voll auf ihre Kosten.

Goethes Erben

Ganz anders waren Goethes Erben auf der Amphibühne. Konzert ist die Darbietung von Henke und Co. eigentlich nie zu nennen, sondern Avantgarde – Performance – Instrumental – Gesangskunstwerk. Gesangliche Unterstützung gab es auch von Sonja Kraushofer, die sonst unter anderem mit L’ame Immortelle zu hören ist. Bald war auch ein Meer aus hunderten Kerzen im gesamten Zuschauerraum verteilt und setzte die Darstellung in ein einzigartiges Licht. Diese Bühnenshow ist nichts für jeden Geschmack – und das soll sie auch nicht sein. Kommerzieller Erfolg und allen zu gefallen ist nicht der Anspruch von Goethes Erben. Für den, der es mag, war dieser Part des NCN aber definitiv ein Highlight.

Phillip Boa and the Voodooclub

Brechend voll wurde es im Anschluss bei Phillip Boa and the Voodooclub. Und Boa erfüllte alle Erwartungen an einen erstklassigen Auftritt. Boa ist eine feste Größe in der Szene und die immense Zuhörermenge bestätigt, dass der Altmeister noch lange nicht aufhören soll.

Wer danach noch Lust zu Tanzen hatte, konnte einem DJ-Set von Torben Schmidt von Suicide Commando beiwohnen. Das rundete den Abend ab und es gab für heute wirklich die unterschiedlichsten musikalischen Ausrichtungen der schwarzen Szene zu hören.

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Autor: Tino Namendorf

Photos: Pyro

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