Rezension: Blue Metal Rose – Love And Fear

Bis heute ist meine Begeisterung schon für die dritte VÖ in 2015 nicht abgeklungen.
Damals hatte ich bereits geschrieben das ich mich auf Weiteres von Blue Metal Rose freue.
Somit war die Neugierde auf die vierte VÖ ,,Love and Fear“, die am 05.05.2017 erschienen ist, entsprechend groß.

 

Festhalten, los geht’s:

Bereits der erste Track ,,The Cage Of Love II“ bringt nicht nur eine sofortige Gänsehaut und zugleich das Gefühl einer warmen Dusche sondern auch ein Lächeln auf mein Gesicht. Der Song baut melodisch und strukturell auf ,,The Cage Of Love“, aus der vorangegangenen EP, auf. Nur eben nicht mehr als softer Opener sondern direkt als Feuerwerk der KAT. F4!
Mit vollem „RUMMS“ und herrlich gewählten Synthie-Elementen startet das Pop-Rock-Abenteuer. Das letzte mal wurde ich von The Birthday Massacre im Jahr 2005 so derart überrascht. Zudem muss ich auch erst nach 3.48 min auf repeat drücken. Danke dafür.

Die Gänsehaut bleibt auch im zweiten Track ,,Dreams Turn To Dust“, nur die warme Dusche wird abgelöst von herrlichen Trauergefühlen. Ein Fest für jeden Melancholiker.
Alice begeistert mich wieder mit klassischem Gesang. Der eher ruhige Track steigert sich von einem leichten Synthie-Layer in ein Werk, getragen von Streichern und Klavier.

Rhythmisch führt mich das dritte Lied ,,Strange Life“ zurück in die 90er Pop-Szene. Oder doch in einen Abspann eines tollen Films? Warum erinnert mich der Track an blühende Sonnenblumen gefilmt im Zeitraffer? – Listen to your feelings deep inside!

Dark-Pop-Rock mit Harfe ohne kitschig zu klingen? Das geht!
Bewiesen wird es im vierten Track ,,Mirror Twin“ und das Alice sich mit ihrem Gesang in vielen Musikgenres bewegen kann legt das Duo noch einmal mit drauf. Von klassischem Gesang in rockigen und teilweise wütend, verachtenden „Hippenklang“, springt sie gekonnt durch verschiedene Tonlagen.

Absolut Hitverdächtig ist der fünfte Track ,,Why Anna“. Ohrwurmgarant!
Der Track gehört definitiv in jede DJ Paylist, da ganz sicher ein Tanzflächenfüller.

Zurück zur Melancholie. ,,Hope“ ist der sechste Song auf dem Album und senkt den Blutdruck, der beim vorherigen Track angestiegen ist. Zarte Streicherklänge, tolle Harmonien, Klavier und ein Schlagzeug das passend zum Thema Hoffnung in die Magengrube schlägt. Volltreffer.

Mit dem siebten Song ,,Love and Fear“, der zugleich auch Titeltrack ist, belegt Blue Metal Rose wieder einmal das sie das Zeug für Soundtracks bzw. Filmmusik haben.
Episch, tragisch, düster, klassisch. Alice überrascht mich hier mit eingesprochenen Sequenzen. Ja – Hörbücher mit Alice könnte ich mir auch sehr gut vorstellen.
Ganze 4.25 Minuten träumen.

Der Umgang und Wechsel von rockigen zu poppigen Elementen gelingt im achten Lied ,,Fear And Pain“ bravourös. In diesem Stück klingt mir Alice jedoch zu trocken, mir fehlt hier etwas Hall.

Der neunte Track ,,Sea Of Hopeless Thoughts“ führt mich vom musikalischen Gebilde her in die 80er Jahre zurück. Eine klangliche Mischung erinnert an Kate Bush und Duran Duran.
Sehr schöner Pop ohne „Schnick Schnack“.

Auch mit Chanson können die zwei Musiker aufwarten.
Track zehn ,,Roulette“ sticht absolut heraus.
Klavier, Kontrabass und Jazz Drums, dazu passende Dramatik in Text und Gesang runden
den Song perfekt ab. Meine Begeisterung über die musikalische Vielfältigkeit der Zwei steigt weiter. Übrigens ist es das einzige deutsch gesungene Stück auf dem Longplayer.

Farewell ist der elfte und letzte Track auf dem Album.
Ein gelungenes ruhiges Instrumentalstück, dass dieses Album gebührend abrundet und komplettiert.

Bonus Track ,,Strange Life“ feat.Thorsten Schwesinger (nur auf limitierter Ausgabe – 200 St.)

Thorsten Schwesinger (Trustgame) gibt dem Song gesanglich eine Schüppe groovigen Rock obendrauf. Alice und Thorsten im Duett passen definitiv.

Fazit: Ein absolut gelungenes Album, abwechslungsreich, rockig, poppig, klassisch.
Ich wiederhole mich gerne wenn ich, wie in meiner vorherigen Rezension, schreibe das BMR nicht so ohne Weiteres in das ,,übliche“ (Elektro/Pop) Genre einzuordnen ist, aber erkennbar den Stempel BMR (Blue Metal Rose) trägt.

Ich bin wieder einmal begeistert und freue mich auf Weiteres von Blue Metal Rose!

Trackliste:

01. The Cage Of Love – Part II (Send You To Hell)
02. Dreams Turn To Dust
03. Strange Life
04. Mirror Twin
05. Why Anna
06. Hope
07. Love And Fear
08. Fear And Pain
09. Sea Of Hopeless Thoughts
10. Roulette
11. Farewell

Bonustrack: Strange Life feat. Thorsten Schwesinger

Label: Phénix Noir Recordings

VÖ: 05.05.2017 Limited CD Ed.
01.06.2017 Digital

Autor: Steven Dark

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