VII. E-Only Festival: 18.02.2017 Altes Stadtbad Leipzig

Das E-Only ist ein Festival, das sich ganz der elektronischen Musikschiene der Szene verschrieben hat. Am 18.02.2017 war es zum 7. Mal soweit und viele Konzertgänger waren angereist, um auf zwei Bühnen Performances der Extraklasse zu verfolgen. Auch wir waren selbstverständlich mit an Bord.

Pünktlich zum Einlass waren wir vor Ort und nahmen die Location in Augenschein. Das erste Mal mit zwei Bühnen – wie war das wohl gelöst. Direkt im großen Vorsaal war eine kleine Bühne aufgebaut worden – das konnte spannend werden, denn der Platz vor dieser Stage war recht begrenzt.

Amnistia

Doch los ging es im großen Saal mit den Lokalmatadoren aus Leipzig – Amnistia betraten pünktlich die Bretter, die die Welt bedeuten, und sofort erfüllten die elektronischen Klängen von „Self-Defence“ die Luft. Links und rechts waren auf Videoleinwänden bewegte Bilder zu sehen und das Trio begrüßte uns mit den Worten: „Einen wunderschönen guten Abend Leipzig – wir sind der Weckruf. Das E-Only ist eröffnet!“ Allerdings hatte Frontmann Tino arge Mikrofon-Probleme – immer wieder war er nicht zu hören, denn die Batterie schwächelte. Bei „Abyss“ war er dann mit einem neuen Mic bewaffnet, zog die Jacke aus und dann ging es wild los. Der Text war für die Mitsinger im Publikum immer eingeblendet und Tino stand kaum einen Moment still. Die beiden Herren an den Keyboards, Jan und Stefan, wippten im Takt mit. „Schön, dass schon so viele Leute da sind“, so der Kommentar des Sängers zu den schon Mittanzenden vor der Stage. Der Sound war aber auch echt in Ordnung. Bei „Money“ war das Video auch sehr sehenswert – die besungenen Dinge waren auf Geldscheinen der Welt zu erkennen – coole Idee. Leider hielt auch das zweite Mikrofon nicht so durch, wie es sich die Band erhofft hatte – und so verschwand Tino während „I.M.G“ mal kurz von der Bühne. Die beiden Musiker machten tapfer weiter und auf den Leinwänden konnten wir währenddessen asiatischen Militärparaden beiwohnen. Rotes Licht tauchte das Ganze dann in eine blutige Stimmung. Am Ende schrie der Frontmann noch seine Wut heraus: „Das zum Thema Despoten – Fuck you!“ Weiter ging es dann mit „Dawn“, wo Tino toll angestrahlt wurde von den Scheinwerfer und sich regelrecht verausgabte. Überhaupt hatte die Formation an diesem Abend einige Aussagen auf Lager – nach „Faceless“, wo Polizeieinsätze und Nachrichtenbilder zu sehen waren, meinte der Sänger am Ende: „Haltet eure Facebook-Seiten sauber.“ Mit dem schnellen Rhythmus von „More“ war dann aber der Schluss des Eröffnungssets erreicht – es wurde mitgetanzt und als der letzte Ton verklungen war, kam als Verabschiedung der Spruch: „Quick – dirty – habt ’ne gute Zeit!“ Die Zugabe-Rufe aus den ersten Reihen wurden nicht erhöht – es warteten ja noch zahlreiche andere Künstler.

Vomito Negro

Von Leipzig ging es dann nach Belgien – die Herren von Vomito Negro waren angesagt. Frontmann Gindevo stand zu Beginn einem rosa Lichtstern – irgendwie komisch, aber das machte ihm gar nichts und gut gelaunt stimmte er das erste Stück an. Sein Synthesizer war so aufgebaut worden, dass die Zuschauer genau die Tasten sehen konnten – es war also zu erkennen, was genau er spielte – so können Diskussionen umgangen werden, dass doch nicht live gespielt würde. Drummer Sven trug eine Sonnenbrille – ob wegen der hellen Scheinwerfer oder wegen der Coolness – wer weiß das schon. Der Frontmann hielt sich viel am Mikrofonständer fest und bewegte sich eher nur vor und zurück. Auf den Videoleinwänden war zum Teil recht verstörende Zeichnungen zu sehen, die irgendwie gar nicht zu den Texten passten – das rote Licht machte das Ganze dann noch bizarrer. Und als sie dann auch noch von „blood and pain“ sangen, wurde es wild – auf und vor der Bühne wurde im Takt getanzt und wild zuckendes Strobo trieb den Beat noch mehr an. Zu „Enemy of the state“ wurden die Musiker in Nebel gehüllt, während die blauen Scheinwerferlichter über die Stage wanderten. Die Stimmung war echt gut und auf die Frage „Want more?“ wurde nur „Ja“ gebrüllt – die Antwort „We gotta give you more!“ wurde dann bejubelt. Doch wie es dann weiterging, kann ich nicht sagen, denn die kleine Stage rief das erste Mal.

Sturm Café

Dort waren nun Sturm Café aus Schweden an der Reihe und viele Fans wollten das unbedingt sehen – ich bekam kaum noch einen Platz und konnte so kaum noch einen Blick auf die niedrige Bühne erhaschen. Sänger Jonatan begrüßte die Meute gerade mit den Worten: „Guten Abend Leipzig – alles gut?!“ Die Fans jubelten und dann ging es los mit „Europa“ – der Akzent, mit dem der Schwede die deutschen Texte dann schmetterte klang schon irgendwie putzig. In der ersten Reihe wedelten einige Zuschauer mit einer Schweden-Fahne, was das Duo zu erheitern schien. Es wurde wild getanzt oder auch herum gesprungen – die Stimmung kochte schnell hoch und es wurde immer enger. Bei „Scheißnormal“ dröhnten die Boxen leider etwas – zumindest klang es von dort, wo ich stand, so – doch die Zuschauer ließen sich den Spaß nicht verderben und tobten weiter zu den Klängen. Keyboarder Gustav wippte im Takt mit und gab sein Bestes, dass immer ausgelassener getanzt werden konnte. Immer mehr Fans drängten hinzu – mir wurde das dann aber zu eng und so überließ ich es den Festivalgästen, ihre Freude an dem Gig zu haben, den ich mir dann aus einiger Entfernung noch anhörte – musikalisch war das echt Klasse, aber der Platz war einfach zu eng bemessen für alle Zuschauer – schade.

Beborn Beton

Im großen Saal ging es anschließend mit Beborn Beton weiter. Ein wenig später als angekündigt betrat das Trio während eines Intros die Bühne. Sänger Stefan begrüßte das Auditorium mit den Worten: „Einen wunderschönen guten Vorabend Leipzig – wir sind Beborn Beton.“ Den Anfang im Hitreigen machte dann „Last day on Earth“. Seine Stimme kam dabei echt gut zur Geltung und auch der Sound der Musik war gut abgemischt. Stefan sang mit geschlossenen Augen oder aber er lief immer wieder hin und her. Die beiden Musiker Stefan und Michael konnten auch kaum stillstehen und tanzten hinter ihren Instrumenten mit. Der zweistimmige Gesang beim Refrain gefiel mit besonders. Als nächstes gab es „24/7 mystery“ „vom neuen Album“ auf die Ohren. Der Sound rutschte hier leider etwas ab – will sagen, der Bass dröhnte etwas arg, doch zum Glück bekamen die Techniker das Problem recht bald in den Griff. Der Frontmann wurde hier von unten mit rotem Licht angeleuchtet, was sehr „evil“ wirkte. Keyboarder Michael hatte außerdem ein Gerät mit beleuchteten Tasten zur Hand, wo er besondere Sounds erklingen lassen konnte – damit kam er hinter dem Keyboard hervor und tanzte zu den eigenen Klängen. So auch zu „I believe“, während auf den Leinwänden nur das Bandlogo zu sehen war. Die Zuschauer hatten ihren Spaß und bei „Another world“ wurde sogar im Takt mitgeklatscht. Ausgelassene Tänzer waren überall im Saal zu sehen und am Ende des Stückes sang Stefan mit solcher Inbrunst – echt gut. Dann wurde das E-Drum in Betrieb genommen, um zu „Daisy Cutter“ den Beat anzugeben. Stefan kam hierbei an den vordersten Bühnenrand und sang einzelne Zuschauer in der ersten Reihe direkt an – es war ein toller Moment.

Les Berrtas

Hier wanderten wir aber schon wieder zur kleinen Bühne, denn es war Zeit für Les Berrtas aus Würzburg. Mit einem instrumentalen Intro ging es los und dann stimmte Sänger Micha „Die letzten Tage“ an. Doch zuvor begrüßte er uns mit einem knappen „Hallo nochmal Leipzig“. Im Hintergrund war auf einem Video nur ein wildes Muster zu sehen, was sich ständig veränderte. Vor der Stage war nun weit mehr Platz und so konnte ich alles sehen. Die deutschen Texte waren hier eher schwermütig, was wohl dazu führte, dass die Stimmung nicht so recht Fahrt aufnehmen wollte. Dennoch wurde hier und da im Takt mitgewippt. Der nächste Track war „Stadt der Engel“. Doch auch da wurde es nicht ausgelassener. Ich gebe offen zu, meins war der Sound des Duos so gar nicht und so nahm ich mir die Zeit, um ein wenig mit Freunden und Kollegen zu plaudern.

NamNamBulu

Lange hatte ich dazu nicht Zeit, denn die große Bühne wartete nun mit NamNamBulu auf uns. Ein langes Intro läutete den Gig ein und wieder waren die Videoleinwände im Einsatz. „Hallo Leipzig – mal wieder sozusagen ein Heimspiel“, so Henriks einführenden Worte und schon stimmte er „Alone“ an. Seine Stimme kam dabei sehr gut rüber und die Fans tanzten direkt ausgelassen drauf los. „Habt ihr Spaß? – Klingt gut. – Weitermachen.“ Die ersten Reihen jubelten aber auch von den ersten Tönen aus lautstark und das blieb auch den gesamten Auftritt über so. Keyboarder Vasi stand leider ganz im Dunkeln und war nur selten recht zu erkennen. Als „Moments“ erklang, tobte die Menge und der Frontmann verriet: „Leipzig – die Stadt, die wir am meisten bespielt haben.“ Überhaupt hatte Henrik immer wieder einen lockeren Spruch auf Lager. So fragte er Vasi, ob er „den nächsten Teil“ übernehmen mochte als Sänger, doch dieser winkte nur ab. Dann verriet das Duo, dass das E-Only für sie „eine schöne Veranstaltung“ sei, „auch ohne Badehose“. Passend zum Song „Answers“ waren auf den Leinwänden zahlreiche Fragen zu Beziehungen und Problemen dabei zu lesen. Henrik sang mit geschlossenen Augen und viel Gefühl und dann ging es mit mehr Bass weiter. „Zeit“ kam super an und die Party nahm ihren Lauf.

NZ

Auf der kleinen Stage war nun Zeit für Gestompe – NZ aus Österreich standen auf dem Plan und der Beat gab die Richtung an. Der Gig war schon losgegangen, doch noch waren nicht viele Zuschauer da – die bereits Anwesenden bewegten sich ausgelassen. Leider war das Mikrofon hier etwas leise eingestellt, so dass der Gesang kaum zu hören war – schade. Schnell füllte sich aber die Fläche vor der Stage und Frontmann Daniel begrüßte das Publikum mit den Worten: „Hallo Leipzig – wir sind NZ.“ Es wurde dann noch schneller und es kam ordentlich Bewegung auf. Es wurde sogar so wild, dass die Fotografen in der ersten Reihen flüchteten – der Pogo der Fans war zu aggressiv und die Kameras da nicht mehr sicher. Und so störten wir die Meute nicht mehr bei ihrer Fete und hörten und die Beats aus sicherer Entfernung an – so ging es dann auch ganz gut.

Faderhead

Faderhead war nun der nächste im Bunde im großen Saal. Der Beginn der Show wurde mit einem Countdown von vier Minuten auf den Videoleinwänden eingeläutet und dann ging es direkt bei Sekunde Null los. Frontmann Sami begrüßte uns mit einem „Wunderschönen guten Abend Leipzig“. Ich hatte ihn im ersten Moment nur an seiner Frisur erkannt, denn er trug keine Sonnenbrille – wie sonst immer. „Shame“ war der erste Song, der nun für Stimmung sorgen sollte. An dem Technikpult hinter Sami waren zahlreiche LED installiert, die nun im Rhythmus aufleuchteten und so einen Hingucker bildeten. Der Mann hinter dem Pult tobte wild drauf los, während er an den Knöpfchen und dergleichen herumdrehte. Nebenbei drosch er außerdem auf den E-Drums herum. Weiter ging es im Set mit „einem Song über uns alle“. Gemeint war selbstverständlich „Generation black“, wo Fans und Sänger um die Wette tanzten. Hiernach erklärte der Frontmann, dass sie aus „Hamburg“ seien und er stellte seinen Kollegen namentlich vor – der Typ hatte einen so langen Namen, dass ich ihn irgendwie nicht verstanden hatte – „niemand hat mehr Namen als er“. Und dann war es Zeit für „die brandneue Single“. „Know your darkness“ – ein „Song über Vertrauen“ – kam super an und Sami wurde hierbei von Lichtstrahlen eingerahmt. Der Sänger verriet bei „Every hour kills“ wie das Stück einst entstanden war – er hatte mal einen stundenlangen SMS-Streit mit jemandem, wo doch ein Telefonat alles viel schneller hätte klären können – so kann Zeit auch verschwendet werden. Er sprang hier auf der Stage herum und nicht wenige Zuschauer taten es ihm gleich. Nach diesem Track wurde es noch schneller mit „Sick city“ und wir pilgerten wieder von dannen – Bühnenhopping war angesagt.

Underviewer

Mit Underviewer stand nun eine Kultformation in den Startlöchern. Jean-Luc De Meyer und Patrick Codenys wurden auch sehnsüchtig von ihren Anhängern erwartet – es war wieder recht eng vor der Bühne. Patrick trug eine Sonnenbrille und Kopfhörer und wirkte an seinem Keyboard recht cool, wie er da mit einem Scheinwerfer in Szene gesetzt wurde. Als Jean-Luc erschien, jubelten die Zuschauer los. Die Musik war etwas ruhiger, so dass eher Mitwippen und Zuschauen angesagt war, denn wilder Tanz. „Hallo Leipzig – guten Abend“, so die knappe Begrüßung durch den Sänger. Weiße Lichtkegel wanderten über die Bühne und der Takt wurde tatsächlich etwas flotter. Auch Jean-Luc wippte nun zur eigenen Musik mit und strahlte in die Menge. Beim Singen tanzte er ein wenig so, wie viele seiner Fans – drei Schritte vor und wieder zurück und dann von vorn. Tanzen war nun das bestimmende Thema des Gigs – vor und auf der Bühne. Überall waren „242“-Shirts zu sehen, doch die Songs waren allesamt Underviewer – das machte aber nichts. Kult ist eben Kult!

Diorama

Nach den härteren Klängen aus Belgien ging es auf der großen Stage eher softer zu Gange mit Diorama aus Reutlingen. Als die Herren hervor kamen, jubelten vor allem die weiblichen Fans laut los. Den Anfang machte hier „Zero Soldier Army“, wo der zweistimmige Gesang von Torben und Felix ein echter Ohrenschmeichler war. Der restliche Sound war ebenfalls super und es wurde gemeinsam mit den Fans drauf los gerockt. Gitarrist Marquess gab alles. Das Video zum Song war wieder auf zwei Leinwänden zu sehen, wenn diese nicht gerade von Nebel eingehüllt waren. Der folgende Track war „Forgotten“, wo Marquess wieder sein Können zeigte und sein Solo lautstark beklatscht wurde. Torben sang mit viel Inbrunst und Felix gab alles an den Keys. „Guten Abend – wir sind Diorama aus Reutlingen und Stuttgart“, so die anschließende Begrüßung durch den Frontmann. Zu „Hope“ wurde das Musikvideo auf den Leinwänden gezeigt, wo die Bandmitglieder in verschiedensten Verkleidungen in einem Paternoster auf und ab fuhren. Die Fans sangen mit und die beiden Sänger standen beisammen und verausgabten sich regelrecht. Die Zuschauer hatten die Arme oben und feierten ihre Helden. Marquess bewegte sich ebenfalls viel auf der Stage – mal stand er vor den Drums von Zura oder aber er gesellte sich zu Felix an die Keyboards.

Orange Sector

Wir wechselten ein letztes Mal zur kleinen Bühne, wo nun Orange Sector als Headliner für Partystimmung sorgen sollten. Das ließ sich das Duo nicht zweimal sagen und so wurde direkt mit „Die Zukunft“ losgedröhnt. Frontmann Martin tanzte ausgelassen und auch Keyboarder René gab alles, indem er im Refrain mitbrüllte. Im Hintergrund war das Bandlogo zu sehen und Strobo erhellte die Szenerie immer wieder zuckend. Auch die Fans sangen die Texte mit, wie etwa zu „Monoton“. Still stehen bleiben war keine Option – weder vor noch auf der Stage – das machte echt Spaß. Die Fans jubelten und bildeten sogar eine Art Moshpit in den ersten Reihen. „Alles dreht sich im Kreis“ war der nächste Hit, der mitgegrölt wurde. Und wer nicht mitsang, der holte noch einmal alles aus sich heraus beim Tanzen. Was konnte sich die Band Besseres wünschen?! Zu „Krieg und Frieden“ strichen wir allerdings schon wieder die Segel – wir mussten uns etwas zu Essen suchen und lauschten dann entspannt dem restlichen Gig von Diorama – sitzend an einer der zahlreichen Bänke, die dankenswerterweise aufgebaut worden waren in den hinteren Ecken des großen Saals.

Welle:Erdball

Und dann war es an der Zeit für den letzten Auftritt des Festivals. Welle:Erdball waren hier als Abschluss ausgewählt worden und es hätte kaum besser sein können. Auf drei Leinwänden waren Videos zu sehen, doch etwas war anders – die Band war ohne A.L.F. angereist – dafür war ein junger Mann im Anzug eingesprungen. Musikalisch legten die Mädels vor – Lady Lila kam nach vorn und schmetterte den Song „1000 Engel“, wobei sich nach und nach ihre riesigen Flügel auf dem Rücken aufbliesen. Dabei wurde sie von unten angestrahlt, was sehr extraterrestrisch wirkte. Ihre Stimme hätte allerdings ruhig lauter sein können. Die Fans hatten trotz allem ihren Spaß und sprangen nur so herum. Dann begrüßte Honey die Menge mit den Worten: „Einen wunderschönen gute Abend, meine Damen und Herren. Sie hören Welle:Erdball!“ Dann ging es mit „Wir wollen keine Menschen sein“ so richtig ab – überall wurde getanzt und die Damen der Formation gaben mit ihren E-Drums den Beat an. Anschließend forderte der Frontmann „einen kleinen Applaus für den Commodore 64“ ein. Dem kam das Publikum auch gern nach, denn es folgte ein Stück, das komplett auf diesem Computer erschaffen wurde – gemeint war „Nerdfaktor:42“. Lady Lila und Fräulein Venus standen hierbei auf zwei Podesten, auf denen sie sich um die eigene Achse drehten. Dort blieben sie dann auch zu „Hoch die Fahnen“ stehen – Fahnen schwenkend selbstverständlich, allerdings nicht drehend. Doch zum Refrain kamen sie herunter, griffen zum Mikrofon und sangen ihren Text. Honey zog sich dabei zurück und überließ den Mädels das Feld. Dann übernahm er aber wieder – „23“ war dran und die Menge tobte regelrecht. Wer hier nicht tanzte, hatte einfach keine Energie mehr. Sogar Honey tanzte drauf los. Venus und Lila zeigten beim Singen eine Choreografie mit den Armen – mal ausgebreitet und mal erhoben. Als die ersten Töne von „Schweben, fliegen und fallen“ erklangen, jubelten die Fans. Die Damen auf der Bühne verschwanden kurz und kehrten mit riesigen Welle-Ballons zurück, die beim Refrain in die Menge geworfen wurde. Dieses Spiel liebt das Publikum und so flogen die Ballons quer durch den Saal oder einzelne Fans fingen sich einen ein und behielten ihn als Souvenir. Dieses Bild ist immer wieder beeindruckend.

Und für uns war es das Abschlussbild, denn nach 12 Bands waren wir nun echt kaputt. So machten wir uns zufrieden auf den Heimweg und sagen wieder einmal Danke an das Team um Organisator Holger Troisch. Bis auf die kühlen Temperaturen im Vorsaal – zu denen die Orga bereits Stellung bezogen hat – war es ein gelungenes Festival. Ein paar technische Probleme gab es, aber die Stimmung litt nicht darunter – in diesem Sinne – fein gemacht und bis zum 8. E-Only 2018. Wir sind gern wieder mit dabei!

Autor: Scratchcat

Photos: Pyro

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