20 Jahre Letzte Instanz – Das Jubiläumskonzert: 13.10.2018 Alter Schlachthof Dresden

20 Jahre – das ist schon eine verdammt lange Zeit. Und eben dieses Jubiläum haben die Herren von der Letzten Instanz am 13.10.2018 im Alten Schlachthof in Dresden gefeiert. Einige Überraschungen wurden im Vorfeld als Gerüchte verbreitet und musikalische Gäste sollte es auch geben mit Lord of the Lost und Zeraphine – genauso wie die Dresden Pipes & Drums. Das klang doch absolut vielversprechend, also wollten auch wir uns in die Schar der Gratulanten einreihen und waren mit dabei.

Dresden Pipes & Drums

Der Einlass verlief flott und schnell füllte sich der große Saal im Schlachthof. Alle waren schon sehr gespannt, was an diesem Abend geboten werden würde. Dann waren Dudelsäcke und Trommeln zu hören – die Dresden Pipes & Drums legten im Eingangsbereich der Location los, kamen einmal im großen Marsch durch den Saal und schon ging es wieder nach draußen – das war schon sehr cool.

Zeraphine

Die Menge spendete reichlich Applaus und dann kam auch schon Benni Cellini auf die Bühne, um die Zuschauer zu begrüßen: „Hallo Dresden – geliebte Heimat. Ich heiße euch hier im Namen aller ganz herzlich Willkommen.“ Mit einem Dank an alle Mitwirkenden des Abends und an alle Unterstützer der Band, die ihnen 20 Jahre die Treue gehalten haben, kündigte er die erste Formation an – „Alle Frauen lieben diesen Mann, alle Männer auch – Sven Friedrich und Zeraphine“. Sven und seine Kollegen betraten unter Beifall die Stage und wurden direkt in rotes Licht getaucht. „Die Macht in dir“ bildete den Anfang und der Jubel bei den Fans war groß. „Guten Abend, wir freuen uns sehr, heute Abend hier sein zu können.“ Die Stimmung nahm von Anfang an gut Fahrt auf und zu „No tears“ waren die Arme oben. Die Gitarristen Norman und Manuel waren absolut bei der Sache, wohingegen Bassist Michael eher den Coolen mimte. Der zweistimmige Gesang beim Refrain war ein Trommelfellschmeichler, wobei Sven hier von unten angeleuchtet wurde. Weiter ging es dann mit „Out Of Sight“ – „unsere aktuelle Single“, die auch schon wieder acht Jahre alt ist. Der Sound war echt gut abgemischt und so hatten alle ihren Spaß dabei.

Zeraphine

Es wurde im Takt mitgeklatscht oder abgerockt – jeder wie er oder sie mochte. Zeraphine und die Letzte Instanz kennen sich schon lange und „aus der Zeit, als wir mit der Letzten Instanz unterwegs waren“, gab es im Anschluss „Ohne dich“ auf die Ohren. Hinter den Musikern wurde hierbei Lichtermuster an das große Bandbanner projiziert, was sehr hübsch aussah. Was beim Stück „Be my rain“ besonders beeindruckte, war der extrem tiefe Gesang von Sven – der Mann hat aber auch eine Stimme! Die gute Laune der Musiker war ansteckend und die Arme der Zuschauer waren immer wieder zum Mitklatschen in die Höhe gestreckt. Wenig später wollten sich die Jungs „der alten Zeit widmen – von unserem ersten Album – „Siamesische Einsamkeit““. Die Fans jubelten und sangen auch mit, genauso wie bei „Sterne sehen“. Die Scheinwerfer oben an der Bühne sahen hierbei wahrlich wie Sterne aus, die funkelten – tolle Idee. Und zu guter Letzt meinte der charismatische Sänger: „Wir verabschieden uns mit dem ersten Song, den wir geschrieben haben – „Die Wirklichkeit““. Die Menge grölte mit und die Band freute sich sichtlich darüber. „Vielen Dank – viel Spaß mit Lord of the Lost und der Letzten Instanz – bis zum nächsten Mal.“ Mit diesen knappen Worten und einer Verbeugung räumten die Herren die Bühne, so dass für den nächsten Act umgebaut werden konnte.

Lord of the Lost

Die gute Laune hielt sich auch während der Pause und als das Banner von Lord of the Lost hochgezogen wurde, freuten sich einige im Saal gleich noch mehr auf das Kommende. Mutti Stolz betrat nun die Bildfläche, um seinerseits die Anwesenden zu begrüßen. Mit einem ganz großen Dankeschön an das „unchristliche Abendland“ berichtete er davon, dass sie vor sieben Jahren einmal ein gemeinsames Konzert mit der nun folgenden Combo hatten und „aus Freundschaft wurde Liebe“. Dann war es endlich soweit und Chris Harms und seine Kollegen kamen hervor und die Menge tobte direkt wieder los. Der Frontmann hatte sich kurze Zeit zuvor seine Hand verletzt und so war diese auch an jenem Abend mit einer Schiene bandagiert, was ihn aber nicht davon abhielt, vom ersten Ton an mächtig abzugehen. Keyboarder Gared und Drummer Niklas droschen nur so auf die Drums ein und gaben so den Takt zum Ausrasten an. Außerdem betätige Gared bei „On this rock I will build my church“ noch zwei Keyboards und später sogar noch eine Gitarre – der Typ ist echt krass – was der alles kann. „Herzlich Willkommen Dresden zum 20. Geburtstag der Letzten Instanz.“ Auf einem kleinen Podest stehend begrüßte Chris das Publikum, während er in weißen Rauch eingehüllt wurde. Dreistimmig zeigten die Herren, dass sie gut drauf waren. Dann wurde Niklas von allen Seiten angeleuchtet und legte zu „Loreley“ los. Der Frontmann konnte kaum still stehen und lief immer wieder von links nach rechts und zurück. Und wenn er sich mal für einen kurzen Augenblick ausruhen wollte, setzte er sich kurzerhand auf den Stuhl von Benni, der schon auf der Stage positioniert war.

Lord of the Lost

Die Fans schrien vor Begeisterung, klatschten mit und sangen auch mit – wie etwa bei „Morgana“. Gitarrist Pi zog seine Kapuze ins Gesicht und sah so beim Spielen im Blitzlichtgewitter irgendwie „evil“ aus. Nach „Black halo“ meinte der Sänger: „Es ist uns eine Ehre, hier zu sein – wir wünschen euch eine tolle Nacht.“ Besonders die weiblichen Fans kreischten immer wieder und jedes Lied wurde mit frenetischem Beifall quittiert. Die Herren an den Saiten – Class und Pi – rockten mächtig ab und tauschten regelmäßig die Plätze. Bei „Prison“ sangen die Massen lautstark den Refrain mit, während Pi und Class sich synchron um sich selbst drehten im Takt des Stückes. Chris wurde derweil in einem Lichtkegel in Szene gesetzt, was toll wirkte. Er war absolut gut gelaunt und zerriss schließlich sein Shirt, um noch ausgelassener tanzen und rocken zu können – den Mädels in den ersten Reihen wurde so noch wärmer. Mit „Dry the rain“, „Six feet underground“ und „Blood for blood“ ging es ohne große Pausen zwischendrin Schlag auf Schlag und die Party ging ordentlich ab. Immer wieder wurde einer der Musiker bei einem Solo von den Scheinwerfern einzeln angestrahlt – der Lichtmann hatte es echt drauf. Und schnell war auch hier das Ende des Sets erreicht. „Vielen, vielen Dank“, so Chris an die Menge und schon wurde der Abschluss-Song „La Bomba“ angestimmt. Hierbei wurde gesprungen, mitgesungen und im Takt geklatscht und die Herren gaben noch einmal alles. Der Mikrofonständer wurde vom Frontmann über den Schultern herumgetragen oder als „Ständer“ symbolisch vorgehalten – am Ende verbeugten sich alle fünf noch einmal und das obligatorische Bandfoto wurde geknipst. Beim Verlassen der Bühne warfen Niklas seine Sticks und Class die Plektren in die Menge – das war ein richtig energiegeladener Auftritt, doch nun warteten alle auf die Geburtstagskinder.

Letzte Instanz

Zuerst sahen wir nur eine große Leinwand, vor der nur die Stühle von M. Stolz und Benni standen. Dann startete ein Video, in dem zahlreiche Musiker Glückwünsche an die Letzte Instanz los wurden – unter anderem Alex von Eisbrecher, der Gitarrist von Korn, die Herren von Fiddler’s Green oder Saltatio Mortis und viele mehr. Da waren wahrlich einige Überraschungen dabei. „20 Jahre Musikgeschichte, 20 Jahre Brachialromantik“, so der Untertitel des Videos. Außerdem sahen wir Bilder von den Anfängen der Band – wie die Jungs da noch aussahen – ein Brüller. Aber auch neue Pressebilder und Live-Aufnahmen waren Bestandteil des Filmchens. Dann war nach einem Jahrescountdown das Ende des Videos erreicht und die weiße Leinwand fiel. Und so waren Holly, Benni, M. Stolz, Micha, Bernie und Andy endlich zu sehen. Der Beifall der Fans explodierte schier. Das Licht war von Anfang an toll und mit dem „Morgenland“ ging es auf die musikalische Reise durch 20 Jahre Letzte Instanz. Mit den Worten „Wunderschönen guten Abend Dresden – ihr seid die Letzte Instanz“ begrüßte Frontmann Holly die Massen. Die Streicher der Formation waren extrem gut drauf und rockten, was das Zeug hielt – so auch beim „Maskenball“. Die Arme der Fans waren oben, es wurde im Takt gesprungen und selbstverständlich sang jeder im Saal lautstark mit. Mit „Schwarz“ hatten die Jungs „eine relativ neue Hymne – für euch, für uns“ in petto. Beim Refrain reckte Holly die Faust in die Luft und die Zuschauer taten es ihm gleich. Danach kam „eine der ältesten Hymnen der Band“ zu seinen Ehren – die Rede war von „Das schönste Lied der Welt“. Hierbei ging es mächtig ab und die Partystimmung war schon wieder an seinem Höhepunkt angelangt. Der fünfstimmige Gesang kam gut rüber und so hatten wirklich alle ihre Freude daran. Und wenn hier noch nicht jeder mitgesungen hat, so dann aber beim folgende Mitsingetest, den der Frontmann mit uns veranstaltete. So waren wir dann alle für „Schau in mein Gesicht“ gestärkt und gemeinsam zelebrierten wir das Stück. Holly feuerte uns richtig an – das war ein Spaß! Dann wurde es aber noch spaßiger – Holly kam zu seinen Fans, die für ihn eine Art Spalier bildeten. In diesem Graben lief er hin und her und ließ alle Anwesenden zu „Disco D’Amour“ immer wieder das Wort „Bier“ – in seinen Augen „ein schönes Kaltgetränk“ – brüllen, wenn er den Arm in die Höhe riss. Diese Nähe zu seinen Anhängern gefiel und nicht wenige strahlten noch mehr übers ganze Gesicht. Doch dann gesellte er sich wieder zu den anderen Musikern auf der Stage und es kam sogar noch jemand dazu – Ally Storch an der Geige und Martin am Cello. Gemeinsam spielten sie für uns „Blind“, wobei das Publikum ein Meer aus wogenden Armen bildete. Außerdem wurde jede Textzeile mitgesungen. Bei seinem Solo wurde Bernie mit einem Scheinwerfer toll in Szene gesetzt – ein schöner Moment!

Letzte Instanz

Die nächste Überraschung betrat zu „Der Garten“ die Bretter, die die Welt bedeuten. Thomas Lindner von Schandmaul kam hervor und sang zusammen mit Holly Arm in Arm die Zeilen – die Menge tobte. Doch schnell verschwand Thomas wieder, dafür kam Gared von Lord of the Lost noch einmal hervor, denn „wir können selbst nur kläglich Klavier spielen“. Und so übernahm der Gast diese Rolle, um den „Wellenreiter“ noch schöner zur Geltung zu bringen. Benni spielte neben Gared und Holly wurde beim Singen von unten angeleuchtet – das Gesamtbild war echt abwechslungsreich und schön anzusehen. Gared blieb auch zu „Wir sind eins“ noch da und gab alles. Benni und Holly sprangen mit den Zuschauern um die Wette und der dreistimmige Gesang war ein Schmeichler für unsere Ohren. Und plötzlich – alle verschwanden von der Bildfläche – nur M. Stolz und Andy blieben zurück. Für die Fans der alten Songs gab es nun ein Schmankerl, denn der Herr an der Violine gab den „Geigenschüler“ – wie cool war das denn bitte?! Das Ganze ging dann über in den „Egotrip“, denn der Rest der Bande war mittlerweile wieder nach vorn gekommen, um die beiden anderen zu unterstützen. Doch das war noch nicht das Ende des Medleys, denn nun erklang die „Sonne“ und der Reigen endete mit „Liebe im Krieg“ – eine gelungene Mischung. Passend zum letzten Lied meinte Holly noch: „Wir sind keine politische Band, aber der wichtigste Satz für die Gesellschaft soll gesagt werden – Make love, not war!“ Die Massen sangen auch mit und das rührte den Frontmann so, dass er sich beim Singen ans Herz greifen musste.

Letzte Instanz

Im Anschluss war es Zeit für die nächsten Überraschungsgäste. Holly holte die „Göttin“ Ally noch einmal mit nach vorn und ihr folgte die „Göttin“ Johanna Krins, die ihr sicher als Sängerin von Bannkreis kennt. Die beiden Sänger standen in einem Stern aus Licht und gaben uns „Monument der Stille“ zum Besten – was für ein Gänsehaut-Moment. Hand in Hand standen sie da und sangen sich an – ich hatte echt Tränen in den Augen, so schön war das. Johanna überließ den Platz am Mikro im Anschluss Scarlet Dorn, die „Der Kuss“ zu einer neuen gemeinschaftlichen Version verhalf. Auch hier war die Lichtshow sehr ansehnlich. Die Gastsängerinnen waren allesamt super ausgewählt, denn alle Stimmen harmonierten wirklich super mit der vom Letzte Instanz-Aushängeschild Holly. Und nachdem die Formation so „etwa 1000 Konzerte gespielt“ hat mittlerweile, war es Zeit für „Von Anfang an“. Hierzu bildete das Publikum „den größten Ozean des Alten Schlachthofs“ – die erhobenen Arme wogten sanft hin und her. Außerdem wurde lautstark mitgesungen.

Letzte Instanz

Der besonderen Augenblicke war es noch nicht genug, denn nun kam tatsächlich der frühere Frontmann der Band hervor – Sebastian Lohse. Mit einem „Hallo Dresden“ wurde er mit einem explodierenden Beifall empfangen. „Es ist etwa 15 Jahre her“, dass er das letzte Mal mit seinen Kollegen auf einer Bühne stand. Er erzählte kurz von der gemeinsamen Zeit – so fand er zum Beispiel seine Ehefrau durch die Letzte Instanz. Dass er es immer noch drauf hatte, bewies er selbstverständlich auch noch und so erklang „In meiner Erinnerung“. Mittendrin tauchte auch Sven Friedrich noch einmal auf und sang mit. Das so entstandene Duett war einer der großen Momente des Abends. Doch noch war Sebastian nicht wieder entlassen, schließlich hatte sich „die Band zwei Lieder gewünscht“. Gemeinsam stimmten sie „Salva Te“ an und rockten mal so richtig ab. Die Zuschauer konnten ihr Glück kaum fassen und grölten den Refrain aus voller Kehle mit. Am Schluss sang Holly wieder mit und Arm in Arm gaben die beiden Sänger eine gute Figur ab. Aber nicht nur die Stimmen kamen zu ihren großen Auftritten – Bernie, Micha und Andy spielten ein kurzes Instrumental, bevor „Ohne dich“ dem „Hüter des Schlachthofes“ gewidmet wurde. Das war dann wieder so ein Augenblick, der für Gänsehaut sorgte. Nach diesem melancholischen Stück war es Zeit, „die Sau rauszulassen“. Gesagt, getan – „Tränen aus Stein“ bildete dazu den passenden Soundtrack. Überall waren die Arme oben, es wurde gesprungen und geklatscht – Wahnsinn! So geht Party! Das blieb auch so zu „Finsternis“, wo Micha und M. Stolz auf der Stelle rannten oder aber bei „Komm“. Hier war Hollys Frage „Habt ihr Bock zu tanzen?“ fast überflüssig – aber sicher doch. Der ganze Boden im Saal bebte, weil jeder sprang oder abtanzte. Als der letzte Ton verklungen war, ging noch eine Laola-Welle durch die Menge und schon sollte das Jubiläumskonzert vorbei sein. Die Jungs winkten uns noch einmal und zogen sich zurück.

Letzte Instanz

Sofort waren Zugaberufe zu hören und der Applaus wollte nicht abebben. Dann waren plötzlich Dudelsäcke und Trommeln zu hören – die Dresden Pipes & Drums kamen auf die Bühne, um für noch mehr Stimmung zu sorgen. Sie hatten sichtlich Spaß an diesem Zwischenspiel und gaben alles. Der Menge klatschte im Takt mit und hatte ebenfalls Freude an der Darbietung. Schließlich betraten auch die Herren der Letzten Instanz wieder die Bretter, die die Welt bedeuten und los ging es mit „Mein Todestag“. Das Licht war eine Wonne und der mehrstimmige Gesang ging ins Tanzbein. Hier und da sprangen Fans auch auf und ab. Das LI-Zeichen wurde ebenfalls von vielen Zuschauern in die Höhe gehalten – mit Fingern geformt, was eine tolle Kulisse zur „Flucht ins Glück“ bildete. Der weiß-rote Stern aus Licht rundete das Gesamtbild dann herrlich ab. Hiernach forderte der Frontmann kräftigen Beifall für Lutz am Ton, Andraj am Licht und alle weiteren Helfer des Abends ein. Und was bei einem Konzert der Band auf gar keinen Fall fehlen durfte, folgte nun – „Rapunzel“ mit dem üblichen Zwischenspiel. Hier eskalierte die Stimmung förmlich – im positiven Sinne natürlich. Mit „Junge“ von Die Ärzte, wo Benni auch mal zum Mikrofon griff, „I was made for loving you“ von Kiss, wobei die musikalischen Gäste Texttafeln in die Luft hielten und „Krawall und Remmi Demmi“ von Deichkind war das Intermezzo hier besonders abwechslungsreich und sorgte für ordentlich Spaß. Das war der ultimative Höhepunkt des Gigs. Drumsticks flogen dann in die Menge und das Bandbild mit den Fans im Hintergrund wurde geknipst. Die Verbeugung der sechs Herren fiel sehr ausgiebig aus und schon verabschiedeten sie sich schon wieder.

Letzte Instanz

Doch immer noch hatten die Fans nicht genug. Es wurde nach Zugabe geschrien und sie wurden erhört. Holly kam nach vorn und forderte uns auf, dass alle einander anfassen sollten – „Das nächste Lied geht über 17 Minuten“. Diese Ankündigung schreckte aber niemanden ab und so zelebrierte der ganze Saal „Wir sind allein“ – mit allem was dazugehört – mitsingen, klatschten und einem Meer aus Armen. Ally und Martin unterstützte die Formation hier wieder an Cello und Geige. Weiter ging es dann mit „Das Stimmlein“, wo drei Gastsänger auftauchten – Thomas Lindner kam noch einmal hervor, genauso wie Sven Friedrich und zu guter Letzt gab sich auch Albi von Fiddler’s Green die Ehre. Arm in Arm sangen sie alle gemeinsam – ein tolles Bild! Und letztendlich kamen auch alle anderen Gäste des Abends mit auf die Bühne und zusammen stimmten sie „Noch einmal“ an. Die Stimmen gingen ins Herz und unter die Haut – Wahnsinn! Holly stellte alle Anwesenden Künstler noch einmal namentlich vor und als auch dieses Stück verklungen war, wurde sich gemeinschaftlich verbeugt. Benni drückte alle Gäste noch, bevor die Stage geräumt wurde – doch nicht ohne eine Einladung an die Fans, doch noch da zu bleiben, denn die Band wollte mit allen zusammen noch Feiern und Trinken.

Wir machten uns aber doch schon auf den Heimweg – es war ein gelungenes Jubiläum mit vielen tollen Momenten und wunderbaren Gästen – vielen Dank! Danke für 20 Jahre schöne Musik, wahnsinnige Konzerte und immer wieder Gänsehaut. Auf die nächsten 20 Jahre! Wir sind auf jeden Fall dabei…

Autor: Scratchcat

Photos: Pyro

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