25. WGT: 12.-16.05.2016 Leipzig – Tag 2

Geburtstage sind was Feines, besondere Jubiläen auch – und deswegen freuten wir uns sehr auf das 25. Wave-Gotik-Treffen in Leipzig. Das Treffen an sich begann in diesem Jahr zwar schon am Donnerstag mit einer Riesenparty im Freizeitpark Belantis, aber wir konnten erst Freitag anreisen. Leipzig empfing uns mit einer erfreulich kurzen Warteschlange an der Bändchenausgabe, viel Sonnenschein und einer Menge Vorfreude unsererseits. Ausgestattet mit unseren Bändchen begaben wir uns kurz zum UnArt-Hauptquartier an den Auensee, um ein wenig auszuruhen, bevor wir uns ins Getümmel stürzten. – by Pitchfairy

Impressionen
Impressionen

Wir begannen unser WGT auf dem Agra-Gelände mit einem Bummel durch die Ständehalle, wo wir die ersten bekannten Gesichter entdeckten. Wir hatten uns einen ruhigen Einstieg vorgenommen, also wurden die Schwätzchen nach draußen in die Sonne verlegt. Schließlich treffen wir die meisten wirklich nur einmal im Jahr in Leipzig und so gibt es immer viel zu erzählen. So verging die Zeit bis zu unserem ersten Konzert wie im Flug, bei einem leckeren Kaffee, einer Flammlachs-Portion und selbstverständlich in netter Gesellschaft. – by Pitchfairy

Abney Park
Abney Park

Kurz vor 19 Uhr betraten wir die Agra-Halle, wo die Steampunk-Formation Abney Park aus den USA den Anfang machen sollten. Die schon zahlreichen Besucher wurden von Olli Klein und DJ Elvis zum 25. WGT begrüßt, bevor es mit Musik losging. Die Band war schon einmal in Leipzig zu Gast gewesen, damals konnten wir sie aber nicht sehen. Das wollten wir nun nachholen, wobei wir uns unter der Musikrichtung „Steampunk-Folk“ so gar nichts vorstellen konnten. Optisch waren die fünf Musiker schon mal nicht langweilig, allerdings konnten wir von unserem Standpunkt aus die Frau in der Band leider nicht sehen. Auch der viele Nebel auf der Bühne ließ die Herren ab und an verschwinden. Musikalisch ging es mit rockig-elektronischen Klängen los, einzig die Geige und später dann eine Trommel brachten einen folkigen Einschlag. Die Fans in der Halle quittierten die ersten Klänge direkt mit Applaus, das Ganze hatte auf jeden Fall Mitwipp-Potential. Leider kann ich nun keine Titel benennen, da ich mich im Vorfeld auch nicht mit den Veröffentlichungen der Band beschäftigt habe. Aber eins muss ich den Jungs lassen – sie machten in ihren postapokalyptischen Klamotten eine gute Figur, rissen ihre Fans (und nicht nur die) mit und lieferten eine tolle Show. Einziger Wermutstropfen für mich war, dass ich das Ganze so gar nicht mit Steampunk in Verbindung bringen konnte. Eher mit Endzeit a la Mad Max, da haben auch die Rockgitarren gepasst. Insgesamt ein guter Einstieg in ein tolles Festival, das an diesem Abend zunächst einen Locationwechsel für uns hatte. – by Pitchfairy

Also verließen wir die feiernde Menge in der Agra und fuhren zum Kohlrabizirkus, wo sich auch schon eine Schlange am Einlass bildete. Wir kamen noch relativ schnell in die Halle, andere sollten an diesem Abend nicht so viel Glück haben. Im Gegensatz zur Agra hatte das Programm im Kohlrabizirkus schon zeitiger am Nachmittag begonnen, so dass wir pünktlich zum Ende der dritten Band die Halle betraten und gerade noch sahen, wie sich die Musiker winkend verabschiedeten. Es blieb also noch Zeit für ein Getränk, bevor die relativ kurze Umbaupause schon wieder vorbei war und die nächste Band in den Startlöchern stand. – by Pitchfairy

Haujobb
Haujobb

Auf der Bühne erschien Daniel Myer mit seinem Projekt Haujobb, was dem Publikum einigen Applaus wert war. Der Lokalmatador ist Dauergast zum WGT, jedes Jahr ist er mit mindestens einer seiner Bands zu sehen. Und wenn er nicht mit eigenen Formationen auftritt, ist er sicher irgendwo als „special guest“ dabei. Insofern begann der Leipziger ganz unaufgeregt mit seinem Set und füllte die Kuppelhalle mit seinen elektronischen Klängen. Ich kenne Haujobb noch aus den Anfangszeiten, als dies ein EBM-Projekt war – als ein fast komplettes Agra-Publikum mittanzte und die Stimmung von Beginn an kochte. Leider zwang sich mir der Eindruck auf, dass mit den Jahren ein wenig der Drive gelitten hat. Die Tracks im Set bauten sich schön auf, wurden immer komplexer und wenn ich dann dachte, „Jetzt kommt noch der letzte Kick!“, waren sie plötzlich zu Ende. Daniel versank auf der Bühne in seinem Stücken, stand mit geschlossenen Augen am Mikrofon und bedankte sich auch nach jedem Lied beim Publikum. Aber irgendwie hat mir persönlich was gefehlt. Wir überließen also die Band und die mitwippenden Fans sich selbst und besorgten uns vor der Halle etwas zu essen. – by Pitchfairy

Scheinbar hatten auch viele andere Gäste der Location denselben Plan, denn vor dem Kohlrabizirkus war eine Menge los. Am Einlass wurde die Schlange immer länger, es gab wohl schon den ersten Einlassstop des Treffens. Dabei hatte die letzte Band des Abends noch nicht mal angefangen. Es blieb für uns also noch Zeit für eine Wurst vom Grill und einen Kaffee, bevor wir die Halle erneut betraten. Die Bühne wurde gerade umgebaut – die LED-Wände im Hintergrund, der Mikroständer von Mr. Spilles und die vielen Pitchfork-Shirts im Publikum gaben deutliche Hinweise auf den Headliner des Abends. Für die Fans, die immer noch vor dem Einlass ausharrten, blieb es auch leider dabei. Sie durften nicht dabei sein, denn die Location war voll. – by Pitchfairy

Project Pitchfork
Project Pitchfork

Pünktlich 10 Minuten nach 22 Uhr starrten alle in Richtung Bühne, wo zu den Klängen von „Continuum“ eine gut gelaunte Band ins Rampenlicht trat. Project Pitchfork wollten den Abend beschließen, jedoch nicht, ohne vorher eine fette Party zu feiern. Die Menge tobte, applaudierte und schon war die Stimmung kurz vorm Kochen. Da die Pitchies, genau wie das WGT in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag feiern, hofften viele auf ein Old-School-Set und sollten nicht enttäuscht werden. Es ging quer durch alle Alben, bis zurück zu den ersten großen Hits. Ein fast durchgängig grinsender Peter Spilles pfefferte einen Knaller nach dem anderen raus und sorgte mit seinen Ansagen immer wieder für einen Lacher. Das versammelte Publikum tanzte sich die Seele aus dem Leib, klatschte und sang mit und feierte die Band gebührend. Zu Gehör kamen auch einige Stücke, die nicht so oft live oder schon lange nicht mehr zu hören sind. Wir freuten uns zum Beispiel über „Fleischverstärker“, „Carrion“ und „I Am (A Thought In Slowmotion)“ und in den Zugaben gab es dann noch, neben einem kurzen sakralen Gesangsversuch von Peter (natürlich nur, um die Akustik der Kuppelhalle zu testen), die Dauerbrenner „Souls“ und „K.N.K.A.“, die nun wirklich jeder im Saal mitsingen konnte. Wenn das kein toller Tagesabschluss war, weiß ich es auch nicht! – by Pitchfairy

Wir verließen glücklich grinsend die Location und fuhren in unser Quartier, um uns für den nächsten Tag auszuruhen. Der WGT-Freitag hatte jedenfalls schon einen guten Start hingelegt und wir waren gespannt, was das Wochenende noch für uns bereit hielt. – by Pitchfairy

 

Victorian Village
Victorian Village

Nach dem Spaß am Vorabend sollte es am ersten „richtigen“ WGT-Tag für uns eher gediegener starten – nämlich im Victorian Village im Leipziger Panometer. Die Location war uns bis dato gänzlich unbekannt und so waren wir umso mehr beeindruckt – echt hübsch da. Die Arena des Panometers ist ein großer runder Raum ohne Dach und mit Rasen in der Mitte, an dessen Außenring sich diverse Verkaufsstände aufreihten. Auf dem Rasen stand ein Klavier, wo, als wir ankamen, eine Opernsängerin gerade ihr Können darbot. Das passte so gut zu diesem Ambiente, dass wir uns direkt wie in einer anderen Welt fühlten. Die wunderschön gekleideten Gäste taten da ihr Übriges dazu – liebevoll gestaltete und detailreiche Outfits wohin das Auge sah – sehr beeindruckend. Die Stände boten ausgefallene Waren feil – handgefertigte Korsetts, Schmuck oder Hüte, Haarschmuck a la Bram Stokers Dracula, schwarze Kinderkleidung, Möbel, die dem Film „Nightmare before Christmas“ hätten entsprungen sein können, selbst gemachte Cupcakes und vieles mehr. Ein Fotograf bot die Möglichkeit, sich auf althergebrachte Weise ablichten zu lassen – auf Silberplatten. Dann übernahm in der Mitte Moran Magal den Platz am Piano und bot bekannte Metal-Songs wie „Poison“ von Alice Cooper oder den Metallica-Klassiker „Nothing else matters“ und auch eigene Kreationen dar. An einer Tombola konnten diverse tolle Preise gewonnen werden – wir forderten allerdings nicht unser Glück heraus. Die gastronomischen Angebote waren ebenfalls recht ausgefallen und an diversen Tischen konnte so in aller Ruhe diniert werden – sehr mondän und absolut reizvoll. Wir waren recht beeindruckt von Atmosphäre und Umsetzung des Konzeptes – hoffentlich findet das Ganze auch im kommenden Jahr wieder statt. – by Scratchcat

Viktorianisches Picknick
Viktorianisches Picknick

Vom Victorian Village ging es dann zum Victorian Picknick im Clara-Zetkin-Park. Auch hier war mächtig viel los. Bei warmen Temperaturen tummelten sich bereits einige Picknickgäste um reich gedeckte Tische oder auf Decken. Allerdings wurden sie von wahnsinnig vielen – und ich kann es nicht anders sagen – Gaffern umringt und ziemlich oft auch ungefragt fotografiert, was ich persönlich ja eher unhöflich fand. Es war natürlich diverse schöne Outfits dabei – von freizügig über militärisch angehaucht bis hin zu viktorianischen Roben, die dem Picknick ja einst ihren Namen gegeben hatten – davon aber leider sehr wenige. Die Picknicker an sich verteilten sich außerdem sehr auf den Wiesen, so das ein gemeinschaftlichen Feeling eher nicht aufkommen wollte – schade. Die Szenerie am Leipziger Musik-Pavillon wurde wenig später von Jazz aus dem Pavillon beschallt, was dann wiederum für ein angenehmeres Ambiente sorgte. Einige wenige Gäste reisten absolut stilecht mit einer Pferdekutsche an und waren somit natürlich Hingucker schlechthin. Für einen Lacher sorgten einige „Flitzer“, die splitternackt über die Wiese rannten und mit ihren Kleidungsstücken winkten. Mit einem Grinsen machten wir uns dann also auf den Weg zu den Konzerten des Tages. – by Scratchcat

Abney Park
Abney Park

In der Agra-Halle begannen wir direkt mit der Veranstaltungseröffnung durch die Moderatoren Oliver Klein und Elvis, die alle bereits Anwesenden mit einem „Herzlich Willkommen in Leipzig“ begrüßten. Sie bedankten sich schon für die tolle Stimmung am Vorabend im Belantis und hießen, nach einem Selfie mit dem Publikum, die „Steampunk-Götter“ von Abney Park willkommen. Die Formation aus Seattle legte direkt mit „Tribal nomad“ los und die Arme der Fans waren oben. Frontmann Captain Robert war voll und ganz bei der Sache und spielte sein Instrument auch mal auf den Knien. Violinist Mitchel beeindruckte mit seinem wilden Spiel und den Solo-Einlagen und bekam auch jedes Mal viel Beifall dafür. Die gut gefüllte Halle wurde schnell von der guten Laune der Musiker mitgerissen und so wurde es absolut gelungener Start in den Abend. Josh, der Mann an der Gitarre, bangte wie ein Irrer und verspielte sich dabei nicht einmal – echt krass. Bei „Neobedouin“, wo es einige Soundprobleme gab, feierten die Fans ihre Helden und mit der Bongo gab Robert den Rhythmus der Party an. Der dreistimmige Gesang war dann wieder gut zu hören. Beim folgenden Stück „Sleep Isabella“ gab es einen instrumentalen Zwischenteil, wo die Menge im Takt mitklatschte und jeder der Musiker seinen kleinen Solopart bekam, um sich so auch einen Szenenapplaus zu sichern. Es folgten Songs wie „Out of Darkness“ oder auch „Wasteland warriors“. Die Lieder hatte immer wieder andere Elemente dabei – mal ein 20er Jahre Beat, wo sich Robert beim Gesang die Nase zuhielt, um eine Art Grammophon-Sound zu erzeugen, und dann wieder eher Country-Musik – eine wilde Mischung, die trotz allem Spaß machte. Und die Outfits der Band waren natürlich auch noch ein Hingucker. Die Zuschauer waren dauerhaft gut in Bewegung und so kann ich diesen Gig nicht anders als gelungen beschreiben. – by Scratchcat

Faun
Faun

Nach der Umbaupause folgte eine Formation, die laut Moderator Oliver „trotz kommerziellem Erfolg uns die Treue gehalten“ hat. Die Rede war von Faun. Die Damen der Formation – Fiona und Katja – starteten im bläulichen Nebel mit dem Klassiker „Andro“. Begrüßt wurden die Fans mit einem knappen „Einen wunderschönen guten Abend“. Auch hier gab es leichte soundtechnische Probleme, die dann aber zum Glück schnell gefixt wurden. Als dann alle Musiker nach vorn gekommen waren, wurden sie von hinten mit gelben Lichtstrahlen in Szene gesetzt. Sänger Oliver meinte nach dem ersten Stück: „Wir sind wirklich sehr froh, heute Abend hier zu sein.“ Anschließend wurde „Diese kalte Nacht“ zelebriert, wobei der vierstimmige Gesang für Begeisterung vor der Bühne sorgte. Es folgte „Alba“, „ein Lied über die Hoffnung“, wie Oliver verriet. Die zahlreichen verschiedenen Instrumente, die immer wieder zum Einsatz kamen, wie Nyckelharpa, diverse Flöten, Drehleier und noch mehr, sorgten für abwechslungsreiche Klänge und das Flair, das Faun so eigen ist. Leider war immer wieder etwas viel Nebel auf der Stage, so dass die Band kaum zu sehen war – es war somit einige Interaktionen der Musiker kaum zu erkennen, was ich als schade empfand. Und auch wenn es schon Mitte Mai war, durfte bei diesem Auftritt die „Walpurgisnacht“ nicht fehlen, wo die Anhänger der Faune lauthals mitsangen. Gemeinsam wurde so gefeiert und Katja beeindruckte immer wieder mit ihren Gesangseinlagen. Ein gewohnt solider Auftritt der Formation, doch wir hatten erst einmal ein kleines Date mit Freunden und überließen den Fans das Feld. – by Scratchcat

Nouvelle Vague
Nouvelle Vague

Mit der französischen Formation Nouvelle Vague gab es dann etwas absolut Besonderes auf die Ohren. Oliver kündigte es als „musikalisches Highlight“ an und so war die Menge gespannt. Zahlreiche Konzertbesucher waren extra wegen dieser Band vor Ort und so war die Erwartungsfreude fast greifbar. Uns erwartete ein Auftritt, bei dem diverse Klassiker der schwarzen Szene auf ganz aufgefallene Art und Weise gecovert wurden. Die beiden Sängerinnen Mélanie Pain and Liset Alea starteten mit „The forest“ von The Cure. Die Version im Bossa Nova- oder auch Lounge-Style war für mich persönlich total abgedreht – funktionierte aber echt gut. Die beiden Mädels zogen das Publikum nicht nur mit ihren klaren und schönen Stimmen in ihren Bann, sondern auch mit ihren Tanzbewegungen, die zum Teil doch sehr lasziv anmuteten – die kleinen Französinnen wissen einfach, wie es geht. So wurden Augen und Ohren gleichzeitig verwöhnt. Mit einer Triola wurde die Melodie vom Depeche Mode-Klassiker „Master and servant“ gespielt und außerdem salutierten die beiden Damen jedes Mal, wenn das Wort „master“ gesungen wurde. Der doch eher seichte Stil lud nicht gerade zum ausgelassenen Tanzen ein, die Stimmung war trotz allem sehr gut und es gab reichlich Beifall. Nach „Falling in love“ ging es schnipsend mit „Dancing with myself“ weiter im Programm und selbstverständlich tanzten die Musikerinnen hier auch zu den eigenen Klängen herum. Auch wenn der Saal in der Agra mittlerweile etwas leerer war als noch bei Faun – es war angenehm der Band zuzuhören, die hier mit viel Spielfreude bei der Sache war. Vor allem die beiden Damen an den Mikrofonen waren kaum zu stoppen. Die Frage: „How many flies are here tonight?“ konnte nicht wirklich geklärt werden, aber „Human fly“ wurde auf jeden Fall wieder in einer ganz eigenen Variante dargeboten, genauso wie später dann auch noch der Joy Division-Hit „Love will tear us apart“ bei dem alle Fans des Tracks mitsangen. Das war dann auch das Finale des absolut besonderen Gigs, nachdem sich die Musiker mit einem knappen „Merci“ bedankten. Wir haben zu danken für solch andersartige Versionen von Klassikern – ein schönes Hörerlebnis! – by Scratchcat

Peter Murphy
Peter Murphy

Wieder wurde umgebaut und dann folgte der Headliner des Abends in der Agra – der ehemalige Bauhaus-Frontmann Peter Murphy. Ohne eine Ankündigung begann die Musik und der charismatische Sänger enterte unter tosendem Beifall die Bühne. Er setzte sich auf einen Barhocker und los ging es mit „King volcano“. Die Musiker, alle weit jünger als der „Godfather of Goth“, machten ihre Sache sehr gut und sorgten für ein Sounderlebnis der Extraklasse. Die Geige wurde hier nicht mit einem Bogen gespielt, sondern gezupft – mal was anderes. Dann erhob sich Peter und kam an den vordersten Bühnenrand, wo er für die feiernde Menge „Kingdom’s coming“ zum Besten gab. Vor allem die Bauhaus-Anhänger feierten ihren Helden hier und es wurde viel mitgesungen. Das Outfit des Sängers, mit der weißen asymmetrisch geschnittenen Jacke, erinnerte mich persönlich total an den frühen David Bowie. Langsam taute er auf und wurde richtig agil – er lief hin und her und es folgte „Double dare“, wo vor allem der Bass gut rüberkam. Tänzelnd feuerte der Sänger sein Publikum an, den Text von „In the flat field“ mitzusingen, was auch tadellos funktionierte. Seine Stimme war dabei sicher und klar – der Sound hätte nicht besser sein können. Dabei strahlte er und verausgabte sich regelrecht. Hiernach begrüßte er uns mit den Worten: „Dankeschön und willkommen. Schönen guten Abend.“ Ich hatte Peter Murphy zuvor noch nie live erlebt, aber was ich hier sah, war schon toll – der Mann wusste einfach, wie es geht. Er hatte die Menge in seinem Bann und nach einer kurzen Verschnaufpause auf seinem Barhocker sprang er zu „God in an alcove“ im Takt herum – sehr cool. Wir machten uns an dieser Stelle dann aber auf den Heimweg – mussten wir doch unsere Akkus wieder aufladen für die nächsten drei Tage. – by Scratchcat

Auf dem Weg zum Auto erlebten wir noch eine kleine Feuershow direkt vor dem Eingang zum Agra-Gelände mit – das war unerwartet und toll. Doch dann ging es ab zu unseren Blockhütten – noch ein Getränk unter Freunden und ab ins Bett. – by Scratchcat

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Autor: Pitchfairy & Scratchcat

Photos: Chrounos & Pyro & Scratchcat

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