28. WGT: 07.-10.06.2019 Leipzig – Tag 2

Am zweiten Tag des Treffens verschlug es uns zunächst zum VEID e.V. Hier hatte das Team um Schirmherrin Luci van Org ein tolles Programm zusammengestellt, das dieses Jahr sogar an drei Tagen um Besucher buhlte. Als wir ankamen, waren die Räumlichkeiten schon vollkommen überfüllt, denn Autor Christian von Aster las aus seinem neuen Kinderbuch „Iglig – eine Geschichte mit Stacheln“ vor. Für alle, die nicht mehr in die Räume im ersten Stock passten, war dieses Mal eine Soundanlage aufgebaut, so dass wir der Lesung auch vor der Tür folgen konnten. Tolle Idee! So bekamen wir noch mit, dass auch ein Igel ohne Stacheln seinen Weg machen kann. – by Scratchcat

Meystersinger

Der nächste Programmpunkt war ein Auftritt der Schirmherrin selbst, die zusammen mit Kollege Roman Shamov als Meystersinger ihre neue EP „3 Elemente“ feiern wollte. Zum Glück kamen sie dazu vor die Tür, denn nicht wenige Fans waren anwesend und ringten das Duo schnell ein, das sich auf ihre Podeste stellte. Ohne Mikrofone gaben sie bekannt, dass ihr neues Album „Naturgewalten“ heißen soll und der erste Vorgeschmack sei eben die neue EP, die drei frische Tracks enthielt. Ein kurzes Unboxing stellte das schicke Teil in seiner handgefalteten Origami-Hülle vor. Doch dann wurde endlich gesungen. Los ging es mit „An diesem einen Tag“ und die beiden großartigen Stimmen des Duos erschallten auf dem gesamten Platz vor dem VEID e.V. Es war zwar windig, aber wirklich jeder hörte etwas – auch ohne Mikros. Die beiden unterstützten ihre Texte mit Gesten und Mimik – so auch bei „Haifischweide“ oder dem ersten der neuen Stücke – „Fein kleingemacht“ bot einen wahnsinnig guten Text. Zwischen den Liedern genossen die beiden den Jubel, doch die Musik vom Band lief einfach weiter, denn „das ist keine Live-Band hier drin“. Mit diesem Lacher ging es weiter mit „Machen“ und dem nächsten frischen Stück „Goldene Risse“. Weitere Klassiker der Formation folgten und immer war der Beifall groß, was Luci und Roman fast verlegen machte. So machten die beiden etwa ein Battle, wer den letzten Ton einer Zeile am längsten halten könne bei „Es ist Liebe“ – jeder gewann einmal. Auch die Liebeslieder „Geht’s dir gut da, wo du bist“ und „Trost“ durften an diesem Tag nicht fehlen. Bei Letzterem fiel die Musik aus, es wurde aber weitergesungen, denn das Publikum klatschte im Takt mit. Bevor das letzte neue Lied „Begeistert“ angestimmt wurde, machten die beiden noch ein Selfie mit der Zuschauermenge. Der Spaß war groß und mit viel Liebe und Dank ging dieser viel zu kurze Gig zu Ende. – by Scratchcat

Lydia Benecke

Dem folgte wieder eine Lesung – dieses Mal mit Lydia Benecke, die in den Räumlichkeiten im ersten Stock las. Auch hier verfolgten nicht wenige Zuhörer das Ganze im Sonnenschein vor der Tür. Lydia erzählte ihre Ansichten als Psychologin über das Werk „50 shades of grey“ und verglich es etwa mit dem Disney-Klassiker „Die Schöne und das Biest“. Vor allem mit der japanischen Version dieser Geschichte zog sie Vergleiche, die zum Teil doch recht verstörend waren, da das Ganze hier eine Entführungsstory ist. So kam Lydia dazu, einige Beispiele von „selbstunsicheren“ Frauen zu berichten. Sie erklärte das Stockholm- und das Lima-Syndrom, das so manches Entführungsopfer als Folge davonträgt. Auch vermied sie es nicht, vor „50 shades of grey“ zu warnen oder es zu verharmlosen, denn „Persönlichkeitsstörungen können nicht durch Liebe geheilt werden“. Nur eine Therapie könne in einem solchem Fall helfen. Gut gesprochen! Wie immer war es sehr interessant und aufschlussreich und auch ihre Zeit beim VEID e.V. war viel zu schnell vorbei. – by Scratchcat

Roman Shamov

Im Anschluss quetschten auch wir uns noch mit auf die wenigen Sitzmöglichkeiten in den Räumen oben. Die kleine Ausstellung wurde noch schnell bewundert, bevor Roman Shamov aus seinem noch unveröffentlichten Roman vorlas. Das Ganze sei „eine Familiengeschichte und Biographie“ und irgendwie alles zusammen. Er erzählte von seiner Mutter und ihrer jüdischen Familie, die in Marienberg gelebt hatte, bevor der Krieg ihre Idylle zerstörte. Über den Krieg wurde in seiner Familie so gut wie nie gesprochen, was für ihn zu einer emotional schwierigen Kindheit führte, denn seine Mutter hatte wohl vieles nicht verarbeitet. Er las mehrere Kapitel aus dem noch unfertigen Buch vor – zuerst „Liebe“. Hierin verglich er sein Inneres mit einem alten maroden Schuppen mit etwas Zerbrechlichem im Zentrum. Das Ganze wurde von Roman noch mit Gestik und intensiver Intonation absolut authentisch und gefühlsstark vorgetragen – Wahnsinn! Er hatte immer mehr gelernt, die Liebe nicht auszusperren, die als Katze den Weg in sein Herz gefunden hatte, denn „Lieben können ist die Essenz des Lebens“. Was für ein schönes Bild! In „Kontrolle und Vorurteil“ ging es um seine Ich-Bezogenheit, denn „Ich interessiere mich schon für andere, aber nur im Bezug auf mich“. Immer wieder stritt er mit seinem Inneren um Dinge und fand irgendwann heraus, dass die Güte das Maß aller Dinge sei, auch wenn es unter Umständen mit Gewalt durchgesetzt würde. Loslassen können ist wichtig und nicht immer alles nur kontrollieren. Das Ganze war recht tiefsinnig und machte ihn auch verletzlich – dafür großen Respekt! Der ausgelassene Beifall am Ende war ihm auf jeden Fall sicher. Ich freu mich schon jetzt auf das fertige Buch. – by Scratchcat

Goethes Erben

Dann verabschiedeten wir uns von unseren Freunden beim VEID e.V. und fuhren zum Volkspalast Kuppelhalle. Vor Einlass aßen wir noch schnell etwas und dann ging es auf zu Goethes Erben. Schnell füllten sich alle Sitzplätze und auch der restliche Platz war im Nu voll. Wir waren noch nie in der Kuppelhalle und waren von dem runden Saal mit diesem tollen Flair sehr beeindruckt. Die Musiker kamen, allesamt weiß gekleidet, nach vorn und wurden mit Beifall begrüßt. Frontmann Oswald stand hinter einer Folie und hielt ein kleines Licht in der Hand, während er „Wucht“ sang. Links und rechts neben ihm wurden Videos eingespielt, die den Text noch untermalten. Am Ende des Liedes kam er hinter der Folie hervor und kniete sich hin. Auch er trug Weiß und stimmte ohne eine Begrüßung der Menge „Es ist still“ an. Immer wieder schloss er beim Singen die Augen und gab sich voll und ganz der Darbietung hin. Dann zerriss er die Folie hinter sich, raufte sich die Haare und ließ den Wahnsinn in seinen Blick. Der Sound in der Location war toll und die Fans beklatschten jedes Stück begeistert. Zu „Rot“ wurde auf den Videoleinwänden eine Nervenzelle oder Textzeilen gezeigt. Oswald wurde hierbei auch in rotes Licht getaucht, während er sich das Hemd mit manischem Blick aufriss. Es folgte „Verstümmelung“, wo der Sänger erst Blut aus seinem Mund tropfen ließ, bis schließlich sein gesamter Oberkörper und seine Beine mit Kunstblut verschmiert waren. Die Musiker hingegen konzentrierten sich auf ihr Spiel und genossen die Atmosphäre im Raum mit geschlossenen Augen. Die Formation spielte hier nach und nach das komplette Album „Am Abgrund“ und so folgte das Stück „Darwins Jünger“, wo Oswald mit freiem Oberkörper performte. Diese intensive Darbietung war großartig und nichts Anderes hatten wir von Goethes Erben erwartet. Doch leider mussten wir uns aufmachen, der nächste Gig wartete schon auf uns. – by Scratchcat

Near Earth Orbit

Wir machten einen Locationwechsel ins Westbad, denn hier standen Near Earth Orbit auf dem Plan. Es war warm im Saal und beim Countdown auf den Leinwänden auf der Bühne warteten die Fans schon gespannt auf Jawa, Artaud und Ashley. Dann erschien ein Zitat von Elon Musk auf den Leinwänden, dem weitere von Stephen Hawking und anderen folgten. Alle drei Musiker hatten Sonnenbrillen auf und Kapuzen auf dem Kopf. Die düstere Stimmung wurde auch von der post-apokalyptischen Musik der Formation unterstützt. Ashley gab sich ganz den Klängen von „Deus Ex Machina“ hin und rockte gut ab, während Jawa ganz cool hinter den E-Drums auf die Felle einhieb. Die Videos wiesen alle auf das Ende der Welt hin. Mal war ein Raumschiff zu sehen und mal Raumfahrer, die durch einen Wald liefen. Bei „Nine billion names of God“ lief Artaud dann auch mal am vorderen Bühnenrand hin und her, statt immer nur im Dunkeln zu stehen. Jawa hatte hierbei vom E-Drum zum Keyboard gewechselt. Das Ganze war sehr sphärisch mit einer Mischung aus rohem Sprechgesang und gesungenen Parts. Besonders das Video bei „I.R.I.S. Unveiled“ regte zum Nachdenken an, denn es ging um kleinste Drohnen, mit denen die schrecklichsten Dinge angestellt werden könnten. So etwas sollte am besten nicht umgesetzt werden, aber dieser Wunsch ist womöglich längst zu spät. Mit diesen Überlegungen lösten wir uns auch schon wieder von dem Gig und wanderten weiter im Location-Hopping. – by Scratchcat

Noisuf-X

Dieses Mal war das Non-Tox unser Ziel. Hier waren ganz andere Klänge angesagt, denn es betrat Noisuf-X die Stage. „Seid ihr bereit?“ war die einleitende Frage und schon rumste es aus den Boxen. Auf dem Gelände der Location war es richtig voll, deswegen war auch Einlass-Stopp. Und die Massen tanzten von den ersten Klängen an richtig ausgelassen los. Jan L. und sein Kollege droschen auf die E-Drums und die andere Technik vor sich ein, um uns einzuheizen. Die Stimmung war gut, während auf dem Video hinter den beiden die bekannten Ameisen ihre Arbeit taten. Der Beat wurde immer flotter, wie etwa bei „Warning“ oder „Who am I“. „Ihr seid der Hammer – wie immer“, so Jans Kommentar zur guten Laune im Publikum. Die Arme waren immer wieder oben und wirklich niemand konnte stillstehen. Auch die Rhythmuswechsel in den einzelnen Stücken kamen gut bei der Cyberfraktion und den anderen Fans an. Der Sound war gut und so hatten alle ihren Spaß- Musiker und Zuschauer. Spätestens zu „I am watching you“ war der Höhepunkt der Partystimmung erreicht. Jan feuerte die Menge immer wieder an – coole Sache! Das war richtig gut und wir haben unsere Tanzorphine hier ordentlich ausleben können – danke! – by Scratchcat

Centhron

Als Headliner im Non-Tox standen im Anschluss noch Centhron auf dem Plan. Mit einem lauten Knall ging es dann los. Auch bei diesen Viking Harsh Electro-Klängen gingen die Fans vom ersten Augenblick an mit. Gitarrist Markus stand kaum still und lief hin und her – genauso wie Frontmann Elmar. Sandra tanzte hinter ihren Keyboards wild herum und heizte der Menge mit „Einheit C“ ein. Die Masken, die ihr Instrument zierten, wirkten sehr düster. Die Zuschauer hatten schnell den Rhythmus erfasst und klatschten im Takt mit. Auch hier war es voll und bei „Blitzkrieg“ bangten Frontmann und Publikum um die Wette. Immer wieder wurde das Trio kurz in Nebel gehüllt, doch der Wind trug ihn fix wieder hinfort. Mit „Bruder“ folgte ein Stück „vom neuen Album“, doch auch alte Klassiker wie das allseits beliebte „Dreckstück“ durften an diesem Abend nicht fehlen. Sandra war der Hingucker auf der Stage – ihr Outfit war sehr heiß und auch ihre Stimme kam gut an. Elmar hatte wahnsinnig gute Laune und verausgabte sich absolut, was die Fans mit viel Jubel quittierten. Das war ein richtiges Fest und mit einem Grinsen im Gesicht wuselten wir dann ab in die nächste Veranstaltungsstätte. – by Scratchcat

Fehlfarben

Den Abend wollten wir im Haus Leipzig beschließen, um dem Punkrock-Urgestein Fehlfarben die Aufwartung zu machen. Zahlreiche Fans waren der gleichen Meinung und so war es richtig voll vor der Bühne. Der Bandname wurde auf einer Leinwand schon angezeigt und unter Jubel betraten die Musiker die Stage. Nachdem einige technische Probleme gelöst wurden, konnte es dann auch musikalisch in die Vollen gehen. „Der Dinge Stand“ machte den Anfang und sofort kam Bewegung in die ersten Reihen. „Schönen guten Abend“, mit diesem Worten begrüßte Frontmann Peter die Anwesenden. Und sogleich stimmte er „Stadt der 1000 Tränen“ an. Drummerin Saskia gab alles, genauso wie die Gitarristen Thomas und Michael. Peter gab sich ganz der Musik hin und sang mit geschlossenen Augen. Dahingegen lief er zu „Platz da“ am Bühnenrand hin und her und Keyboarder Frank wechselte von den Tasten ans Saxophon. Der Sound war echt gut und das Tanzen wurde immer ausgelassener im Saal – wie es sich bei einem Punkkonzert gehört, durfte der gewisse Pogo-Anteil unter den Fans nicht fehlen. Hierzu meinte der Sänger: „Ich habe gedacht, wir wären eine Fehlbuchung – aber ich bin ganz zufrieden bisher.“ Er verriet außerdem, dass sie ihre „größten Hits“ dabei hätten und versprach einen „Ohr-Orgasmus“.  Und schon ging es weiter im Hit-Reigen mit „Hier und jetzt“. Die gute Laune war förmlich greifbar und der mehrstimmige Gesang oder die Saxophon-Soli kamen mehr als gut an. – by Scratchcat

Der Samstag begann mit einem Kurzbesuch meinerseits in der Galerie Beuteltier Art im Stadtteil Plagwitz. Zum einen lag unser Quartier nur 300 Meter von der Galerie entfernt und zum anderen stand um 13.30 Uhr eine Lesung von Holger Much auf dem Plan, der dort aus dem Buch „AndersWelt“ las. Die Galerie war gut gefüllt, die Stühle reichten gar nicht aus. Aber die Anwesenden lauschten gespannt und so wurde es eine kurzweilige halbe Stunde. – by Pitchfairy

Steampunk Picknick

Ich zog indessen weiter zum Steampunk Picknick ins Deutsche Kleingärtnermuseum, was für mich logistisch gut mit der Straßenbahn erreichbar war. Dort tummelten sich bereits zahlreiche interessierte Zuschauer und viele, teils sehr aufwendig gekleidete Steampunks auf der Wiese. Wie in jedem Jahr gab es ein Mitbringbuffet, die musikalische Begleitung des Picknicks kam von JessNess aus Dresden und der Berliner Künstlerin Feline Strange. Im Verlauf des Nachmittags wurde allerdings die Wiese so voll, dass die Flanierenden über die vielen Decken und ausgestreckten Beine der Picknicker steigen mussten, was dem Ganzen ein wenig den Spaß nahm. Die anwesenden Außenstellen des Amtes für Ætherangelegenheiten und der Zwergschlammelfenschutzinitiative wurden regelrecht belagert, ein Plätzchen im Schatten oder auf einer Bank war kaum zu bekommen. Trotzdem verließ ich das Picknick erst am späten Nachmittag, um ins Heidnische Dorf zu wechseln. So eine Zeitreise vergeht eben wie im Flug und schwupps – sind einige Stunden mit vielen Gesprächen, Anstehen nach Visa und Temporalmarken, Steampunk-Spotting und Fachsimpelei über die Gewandungen vergangen. – by Pitchfairy

Eluveitie

Auch dort drängten sich die Gäste – das schöne Wetter und das Abendprogramm hatte neben den WGT-Besuchern auch wieder viele Tagesgäste angelockt. Die Zeit bis zum Beginn des Eluveitie-Konzerts verbrachten wir mit der – leider ergebnislosen – Suche nach einem alkoholfreien Getränk, so dass wir zum Schluss auf Radler ausweichen mussten. Kurz vor 19.30 Uhr fanden wir uns aber an der Hauptbühne ein, um mit den Schweizern eine fette Folkmetalparty zu feiern. Wir hatten die Band lange nicht gesehen und mussten uns zuerst an die (gar nicht mehr so) neuen Gesichter in der Formation gewöhnen. Gleich drei Damen standen neben Frontmann Chrigel Glanzmann und seinen Jungs auf der Bühne und schüttelten ihre langen Mähnen. Und die Band war heiß darauf zu spielen! Sie schmetterte dem Publikum ihre Tracks um die Ohren und forderte zum Mitklatschen, Mitsingen und Tanzen auf. Der Sänger, den wir von einem früheren WGT-Auftritt noch als eher unentspannt in Erinnerung hatten, hatte sichtlich Spaß und feierte mit den Anwesenden, was das Zeug hielt. Die Stimmung im HeiDo hätte nicht besser sein können und Eluveitie können mit Fug und Recht behaupten, dass sie einen fulminanten Auftritt abgeliefert haben. – by Pitchfairy

Schandmaul

Wir schlenderten noch ein wenig durch das Getümmel am Torhaus und besorgten uns eine Kleinigkeit zu Essen, um die Zeit bis zum nächsten Konzert zu verkürzen. Schandmaul sollten nämlich ihren ausgefallenen Auftritt vom letzten Jahr nachholen – so hatten sie es versprochen und dieses Versprechen hielt die Münchner Band an diesem Abend ein. Thomas Lindner und seine Mitstreiter blickten auf ein fast schon überfülltes Heidnisches Dorf und legten in bester Mittelalter-Folkrock-Manier los. Im Gepäck hatte die Band ihr aktuelles Album „Artus“, das bereits am 03.05.2019 erschien, aber natürlich kamen auch die Klassiker der Band zu Gehör. Und irgendwie schafften es Schandmaul auch dieses Mal, dass jeder vom ersten Ton an mitwippte, mitsang und klatschte. Für Saskia Forkert, die seit einiger Zeit den Geigenpart übernommen hat, war es bereits der zweite Auftritt im HeiDo, denn bereits am Freitag hatte sie auf derselben Bühne gestanden, um mit ihrer „Stammband“ Ganaim zu spielen. Doch auch im Folkrock fühlte sich die Violinistin heimisch und rockte zusammen mit Birgit, Thomas, Ducky, Stefan und Matthias das Heidnische Dorf – und das Publikum rockte mit! Egal, ob es neuere Tracks waren, die dargeboten wurden, oder eben Schandmaul-Hits – es war ein rauschendes Fest unter dem abendlichen Leipziger Himmel. Das Versprechen, das die Band einzulösen hatte, war mehr als erfüllt und so verließen wir müde und ausgepowert das Gelände am Torhaus mit den Klängen von Schandmaul im Ohr in Richtung Unterkunft. – by Pitchfairy

Wir wippten noch ein wenig mit, doch dann forderte der vollgepackte Tag seinen Tribut – wir mussten ins Bett. Also düsten wir von dannen und überließen den Fans den weiteren Spaß. – by Scratchcat

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Autor: Pitchfairy & Scratchcat

Photos: Chrounos & Pyro

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