Eisbrecher: Volle Kraft voraus-Tour 11.03.2016 Haus Auensee Leipzig

Am 11.03.2016 hieß es für Eisbrecher – Tourauftakt zur „Voll Kraft voraus“-Tour. Natürlich waren auch wir von Unart am Start, dass durften wir uns doch nicht entgehen lassen. Nach einstündiger Anfahrt verriet bereits der volle Parkplatz, dass es an diesem Abend im Haus Auensee voll werden könnte in Leipzig. Dank ausreichend Parkmöglichkeiten und gut organisierten Parkwächtern verlief die Suche nach einem Stellplatz schnell und unkompliziert. Gleiches galt für den direkten Einlass vor dem Konzerträumlichkeiten.

One I Cinema
One I Cinema

Mit im Gepäck hatten Eisbrecher gleich zwei großartige Vorbands – One I Cinema sowie Unzucht. Bereits bei den Anheizern von One I Cinema war die Halle rappelvoll. Und WOW, was soll ich sagen? Die Osnabrücker haben die Bühne gerockt und bewiesen, dass es sich immer lohnt von Anfang an bei einem Konzert dabei zu sein, eben um tolle Bands wie diese kennen zu lernen. Musikalisch hat das Ganze an die Klänge von Muse oder Placebo erinnert. Harte Gitarrensounds gepaart mit jeder Menge Emotion in der Stimme von Sänger Marco Meyer. Das Publikum konnte die Band auch von sich überzeugen. Es gab einige, denen das Tanzbein gezuckt hat und jede Menge Applaus brandete der Combo entgegen. Das war ein echt guter Einstieg und hat viel Spaß gemacht- super!

Unzucht
Unzucht

Nach kurzer Umbaupause haben Unzucht die Bühne erstürmt und eine Show hingelegt, das wir uns gefragt haben – wer ist hier eigentlich Vorband und wer Headliner? Als wäre es ihre eigene Tour, haben die vier Herren den Saal in Beschlag genommen und Leipzig gezeigt, was unzüchtiges Benehmen heißt. Mit im Gepäck war die brandneue Single „Kettenhund“, welche zum Tourbeginn Releasetag hatte und selbstverständlich konnte das gute limitierte Stück auch am Merchstand käuflich erworben werden. Aber auch andere Hits wie „Deine Zeit läuft ab“ oder der immer beliebte Song „Engel der Vernichtung“ hatten Platz im Set. Sänger Daniel Schulz hat die Fans zum Mitmachen animiert. Ansagen wie „Es ist Zeit durchzudrehen“, hätte es aber gar nicht gebraucht. Das Publikum hat von ganz allein mit gemacht. Klatschen, hüpfen, tanzen, springen – das alles waren bei diesem Gig keine Fremdwörter. Nach etwa 30 Minuten war die Show dann vorbei. Völlig zu Recht gab es „Zugabe“-Rufe. Großartiges Konzert, gern wieder.

Eisbrecher
Eisbrecher

Schluss mit Aufwärmen, jetzt geht’s erst richtig los! Passend zum Tourname „Volle Kraft voraus“ wurde die Show mit Schiffshorn-Signalen eingeläutet. Auch die Bühnenkulisse war einem Schiffsbug nachempfunden. Das an sich hat schon Eindruck gemacht. Als dann „Kapitän“ Alexx und seine Matrosen die Bühne gestürmt haben, hat die Stimmung von Anfang an hochgekocht. Die Halle war meines Erachtens etwas zu voll, bei dieser Zuschauermenge hätte es sich angeboten die oberen Ränge zu öffnen, dies war aber leider nicht so. Der Stimmung hat das keinen Abbruch getan. Fans und Band waren super drauf und haben das Haus Auensee ordentlich gerockt. Der ganzen Band war die frische Energie zum Tourauftakt anzusehen – von Müdigkeit oder Trägheit keine Spur. Selbst Showeffekte kamen zum Einsatz – wie etwa bei dem Song „Wir sind Gold“. Eine riesige Kanone schleuderte Goldflitter quer durch die gesamte Halle. Dieser Goldregen sah super aus und sorgte für jede Menge Jubel. Ein weiteres Highlight war die Soloeinlage von Gitarrist Noel Pix, der die Fans mit elektronischen Klängen zum Mitmachen und Tanzen animierte. Bei der monotonen Bandansage „Bitte alle klatschen“, welcher gern Folge geleistet wurde, kam dann auch der Rest der Band wieder auf die Bühne, um die Show mit dem Song „Amok“ fortzusetzen. Ruhigere Lieder gaben zwischendurch Gelegenheit zum Entspannen und Kräfte sammeln. Ganz störungsfrei ging das Konzert dann aber doch nicht über die Bühne. Bei dem Song „Angst“ war der Gesang kaum zu hören, dafür hat der Bass schon fast unangenehm gedröhnt. Zum Glück blieb es bei diesem einem kleinen technischen Patzer. An Outfitwechsel hat sich Sänger Alex Wesselsky wie immer nicht lumpen lassen. Selbst bei inzwischen tropischen Temperaturen, die in der Halle herrschten, hat er sich die dicke Winterjacke sowie die russische Pelzmütze aufgesetzt und zu „Eiszeit“ gerockt, als gäbe es kein Morgen mehr. Auch hier kam die Kanone wieder zum Einsatz – diesmal wurde „Schnee“ verteilt, passend zum Thema. Unbedingt erwähnt werden muss noch die großartige Lichtshow, die während des kompletten Konzerts tolle Effekte zauberte. Einer der letzten Songs im Set war „1.000 Narben“.

Eisbrecher
Eisbrecher

Dann neigte sich der Abend langsam seinem Ende entgegen – selbstverständlich nicht ohne die obligatorischen Zugaben, die nochmals das Letzte bisschen Power aus dem Publikum saugte. Die Gassenhauer der Band „Miststück“ und „This is deutsch“ ballerten den Fans um die Ohren, aber auch hier gab es noch einmal ruhigere Töne zum runterkommen. Mit „Ohne dich“ schloss sich der Abend und die Band verabschiedete sich endgültig.

Ein großartiger Abend, tolle Bands, super Show. Es gab alles, was sich das Fanherz gewünscht hat – mehr als erhofft und jeder, der den Saal verlassen hat, sollte ein glückseliges Lächeln im Gesicht gehabt haben. Alle drei Bands – One I Cinema, Unzucht und natürlich Eisbrecher – haben alles gegeben, um den Fans einen unvergesslichen Abend zu bereiten. Dies ist allen Musikern und allen, die dafür gesorgt haben, das ein reibungsloser Abend mit tollen Konzerten und schönen Eindrücken erlebt werden konnte, gelungen. Vielen Dank dafür, es war wirklich schön!

Autor: Nicky

Photos: Chrounos

Hier geht es zu den Galerien des Abends