Picture of the day – NCN Special 2020 – Samstag

Auch am zweiten Tag hat es der Festivalgott gut mit den Besuchern des NCN Special 2020 gemeint. Dementsprechend nahm die Stimmung auf dem Gelände ordentlich Fahrt auf.

Musikalisch war wieder für jeden etwas dabei. Mit Wave-Musik ging es direkt auf beiden Bühnen in den Tag. Saigon Blue Rain haben den Gästen an der Amphibühne ebenso den Schlafsand aus den Augen musiziert, wie Lizard Pool auf der Kulturbühne mit ihren sanften Tönen. Während es an der Kulturbühne eher ruhig mit Traum’er Leben weiterging, bekamen die Besucher auf der großen Stage mit den harten Riffs von Ost+Front dann ordentlich was auf die Ohren. Gemeinsam mit ihren Fans feierten Frontmann Herrmann und seine Kollegen unter anderem ihr neues Album. Natürlich bekamen auch die Freunde der elektronischen Körpermusik bald ihre Chance, sich ordentlich zu bewegen. So enterten AD:keY mit EBM vom Feinsten die kleine Bühne, die mit ihrer neuen Scheibe im Gepäck so richtig Gas gaben. Gute Laune war hier garantiert. Zur gleichen Zeit zeigte Rome, dass er ganz allein mit Gitarre und Stimme die große Amphibühne füllen konnte. Das geneigte Publikum lauschte sehr beeindruckt und applaudierte viel. Da KiEw ihren Gig aus persönlichen Gründen kurzfristig absagen mussten, sprang spontan TC75 ein. Mit einem Vorgaschmack auf das kommende Album hat Tino dafür gesorgt, dass die Besucher der kleinen Bühne auf ihre Kosten kamen. Auf der Amphibühne ging es von jetzt an richtig zur Sache. Empathy Test standen auf dem Programm. Mit einem wirklich tollen und emotionalen Auftritt haben die sympatischen Briten gezeigt, was uns allen seit einiger Zeit gefehlt hat. Das übertrug sich natürlich komplett auf das Publikum. Und so konnte es im Anschluss mit der Vintage-Show von In Strict Confidence weitergehen. Sänger Dennis und sein Mitmusiker hatten neben den ganzen alten Klassikern aber auch das ein oder andere neuere Lied mit im Gepäck, was gut ankam. Orange Sector hielten derweil auf der kleinen Bühne mit EBM vom Feinsten dagegen. Beide Bühnen wurden immer zeitgleich bespielt und so waren die Zuschauer nicht in der Versuchung, möglichst alle Gigs zu sehen. Das verhinderte unnötige Massenbewegungen – gut so! Nachdem die kleine Bühne als EBM-Zentrum des Festivals am Samstag für das eine oder andere durchgeschwitzte Shirt gesorgt hatte, war es zum Abschluß Zeit für einen ruhigeren Ausklang. Dazu waren Hekate hier als Headliner genau die richtige Wahl. Und auf der großen Stage stimmte Altmeister Peter Heppner ebenfalls harmonische Töne an. Es konnte getanzt und mitgesungen werden und so war bildete dieser Auftritt einen absolut grandiosen Endakkord für diesen Festivaltag.

Diese kleine Variante der Nocturnal Culture Night war sehr besonders, aber wahrlich gelungen. Das Konzept ist aus unserer Sicht gut aufgegangen und so hoffen wir, dass nun bald wieder mehr solche Veranstaltungen unseren Partykalender füllen können. Wenn sich alle an die Vorgaben halten, kann es immer ein tolles Miteinander werden – Danke an die Orga und alle Konzertbesucher. So geht Festival in Zeiten von Corona!