Solitary Experiments – The 25th Anniversary Celebration: 08.&09.11.2019 Kesselhaus Kulturbrauerei Berlin – Tag 1

25 Jahre Solitary Experiments – wow, das ist echt mal eine Hausnummer. Wir waren dabei, als die Band aus Berlin ihr 15. und ihr 20. Jubiläum gefeiert hat und da war es natürlich selbstverständlich, dass wir auch bei der „Silberhochzeit“ mit zugegen sein mussten. Gesagt, getan. Am 08. und 09.11.2019 ging es im Kesselhaus Kulturbrauerei in Berlin zur Sache und wir waren mittendrin im Trubel.

Wir kamen am ersten Tag der Feierlichkeiten pünktlich zum Einlass vor Ort an und mussten uns schon in die lange Warteschlange der Fans einreihen. Es ging aber alles recht zügig und schnell konnten wir uns in der Location umsehen. Für die VIP-Gäste und Freunde gab es eine Empore und für alle anderen war unten vor der Bühne genug Platz. Der Merchandise-Stand wurde von den Anwesenden regelrecht belagert und alle waren gespannt auf den Abend.

Lights of Euphoria

Den Freitag eröffnete Moderator Jens, denn sein geplanter Kollege Andre war leider krank verhindert. „Es geht los – Hallo Berlin. Herzlich Willkommen zu 25 Jahre Solitary Experiments.“ Den Anfang machten Lights Of Euphoria. Im Hintergrund lief ein Video und die Herren eröffneten ihr Set direkt mit dem Hit „True life“. Sänger Jimmy tanzte drauf los und die ersten Zuschauer taten es ihm gleich. Die beiden Keyboarder standen aber auch nicht still, sondern wippten zu den eigenen Sounds mit. Den Gesang bot Jimmy beim Refrain auch mal durchs Megaphon dar oder er ließ eine Konfettikanone los. „Berlin, seid ihr wach?“, so die begrüßende Frage an das Publikum. Dann stimmte er „White wall“ an. Hier begeisterte die Formation mit dem zweistimmigen Gesang, während sie in rotes Licht getaucht wurde. Thomas drosch dazu außerdem auf seine E-Drums ein. Wer sich bis dahin gewundert hatte, warum nicht Torben am zweiten Keyboard stand – er war an diesem Abend nicht da und deswegen übernahm Toni von Channel East als „guest“.

Lights of Euphoria

Mal wurden die Liedtexte auf der Videoleinwand eingeblendet und mal waren Bilder von Ballett-Tänzerinnen oder ähnlichem zu sehen. Das Strobo-Licht auf der Bühne war ein wenig nervig, denn es blendete die Zuschauer ziemlich – das war ein wenig schade. Mit „a very old one“ ging es weiter im Set – gemeint war hier „In love with the night“, bei dem rosa Lichtkegel auf der Bühne umherwanderten, was toll aussah. Der Frontmann fand außerdem an die Fans gewandt: „You look so beautiful tonight.“ Danke für das Kompliment! Der Bass bei „Sleepwalk“ rumste ganz gut aus den Boxen und wirklich jeder wackelte im Takt mit. Hier waren die Bilder der Videos sehr an Sci-Fi-Filme angelehnt – schick. Die Jungs waren gut drauf und Jimmy meinte im Anschluss: „This one is for Dennis.“ Mit diesen Worten erklang „Erase & Rewind“, wozu auf dem Video eine Tanzperformance gezeigt wurde. Der Saal war schon recht gut gefüllt und es wurde warm, als „Hallo Hallo“ zu seinen Ehren kam. Es wurde mitgeklatscht und getanzt, so auch zu „Blood on the floor“. Wieder kam beim Refrain das Megaphon zum Einsatz und der Strobo verblitzte uns die Augen. Die gute Laune der Band war ansteckend und so wurde zum Hit „Schwarze Sonne“ außerdem laut mitgesungen, was den zweistimmigen Gesang der Herren fast übertönte.

Lights of Euphoria

Die Arme waren oben und jeder hatte Spaß. Nachdem kleine technische Probleme behoben waren, konnte es dann noch mit „Give me you“ weitergehen. Die Stimmung veranlasste Jimmy sich zu erinnern – er meinte: „This is like 25 years ago.“ Auf dem Video war hierbei immer wieder ein knackiger Frauen-Po zu sehen, der sich beim Tanzen lasziv vor der Kamera bewegte. Die Lichter waren dazu in lila und blau gefärbt. Mit „Under my spell“ beendete das Trio schließlich seinen Auftritt. Der Beat war noch einmal ordentlich fett und die raue Stimme Jimmys passte gut dazu. Der ganze Saal tanzte und feierte gut ab. Mit den Worten „Never trust Solitary Experiments“ und „Dankeschön“ verabschiedeten sie sich schließlich von uns und damit hatten sie einen echt würdigen Opener gegeben. Der Beifall zeigte, dass es absolut gefallen hat. Mit Winken und Kusshänden verabschiedeten sie sich von uns und schon wurde umgebaut. Das war ein cooler Einstieg und den Abend und es sollte noch wilder werden.

S.P.O.C.K

Wir hatten eine kleine Verschnaufpause und dann ging es auch schon weiter mit den nächsten musikalischen Geburtstagsgästen. Diese kamen von weit her – also eigentlich aus Schweden – aber sie selbst sagen ja von sich, dass sie aus den Weiten des Weltalls stammen. Die Rede ist selbstverständlich von S.P.O.C.K. Moderator Jens erinnerte sich mit uns gemeinsam an ein legendäres Blackfield-Festivals, als die Band, mit Wasserspritzpistolen bewaffnet, Alkoholika umherspritzte – gern auch in die Münder anderer Musiker oder Fans. Mit S-P-O-C-K-Rufen wurde das Trio hervorgerufen und dann kamen die „irren Freunde aus Schweden“ endlich während des Intros auf die Stage. Jubel empfing sie und vom ersten Ton an, wurde im Takt mitgeklatscht. Frontmann Alex meinte: “We are back after 10 years and we are S.P.O.C.K”. Die Keyboarder Valdi und Johan wippten wild drauf los. Der Sound war echt gut und Alex stand keine Sekunde still. Mal feuerte er die Fans an und mal seine Kollegen an den Instrumenten. Das machte echt Laune! „Mr. Spocks brain“ wurde von vielen Anwesenden mit dem Vulkanier-Gruß begleitet. Auf und vor der Stage wurde ausgelassen getanzt und so wurde es noch heißer im Saal. Die weißen Anzüge der Herren sahen echt schick aus – sie unterschieden sich nur durch die farbigen Aufdrucke auf der Brust ihrer Shirts. Die Arme waren immer wieder oben, so auch bei „E.T. phone home“.

S.P.O.C.K

Alex riss sich förmlich die Jacke auf und tanzte ausgelassen. Der mehrstimmige Gesang wurde durch den der Zuschauer noch ergänzt. Die Stimmung hätte kaum besser sein können. „Every song we sing is about love“, so der Frontmann. Und damit stimmte er “Astrogirl” an. Dazu ließ er lasziv seine Hüften kreisen und grinste in die Menge. Mit ausgeprägter Gestik und Mimik bot er dieses Stück dar und am Ende kniete er sogar vor uns. Der Track „Dr. McCoy“ war „about an old friend“ und hierzu wurde im Takt mitgesprungen. Alex stand mit ausgebreiteten Armen vor uns und genoss die tolle Atmosphäre. „Thank you for coming.“ Er war so dankbar, dass er sagte: „We are old, you are young – we need a short break.” Doch dazu kam es nicht, denn  schon ging es „back in time“ und es ertönte “I’m an Android“, wozu Alex den Robodance zeigte. Er versuchte auch zu singen, wie zu den Anfängen der Band – mit besonders tiefer Stimme. Das gelang auch ganz gut und kam super bei den Fans an. Es gab viel Beifall. Und dann wurde gleich weitergeklatscht, denn „Trouble with Tribbles“ war an der Reihe. Das Keyboard-Solo war hier eines der Highlights. Alex war mal hier und mal dort und hatte wirklich Spaß. Dann explodierte die Stimmung schier, denn „E-lectric“ erklang. Der Refrain wurde lauthals mitgebrüllt und der Frontmann zeigte, dass er auch Breakdance beherrscht. Bei hellblauem Licht ging es dann weiter mit „She’s an alien“, wo der Sänger mit viel Inbrunst den Text sang.

S.P.O.C.K

Dabei fiel er von seinen Kollegen auf die Knie und gab wahrlich alles. Der nächste Hit folgte sogleich mit „Alien attack“, wobei wieder der mehrstimmige Gesang beeindruckte. Es gab für uns keine Pause, denn ein Hit jagte den nächsten und das Trio genoss die Partylaune. Dann erinnerte Alex kurz an ihr letztes Konzert von vor 10 Jahren in Berlin, um schließlich „All E.T.‘s aren’t nice“ a-capella anzustimmen. Die Musik setzte dann aber noch laut ein und mit einer Nerf bewaffnet und den Worten „shot them in the face“ verspritzte er irgendwelche Flüssigkeiten – ich nehme an, es waren wohl wieder hochprozentige. Das war ein echter Spaß! Die getroffenen Fans freuten sich sichtlich. „Not Human“ wurde hiernach mit Fingerschnipsen rhythmisch begleitet und als Yohan das Key-Solo gab, tanzte der Sänger wild ab. Bei „In space no one can hear you scream“ ließ uns die Band laut brüllen – denn im Kesselhaus waren Schreie durchaus zu hören und die waren echt laut. Laut war es auch bei „Speed of light“ und Alex funktionierte seinen Mikrofonständer mal eben zur Luftgitarre um – Electro-Helden können also auch Rock. Und dann kamen die Jungs zum Ende des Sets – mit „Out there“ wurde nochmal gemeinsam getanzt und gesprungen. Das Armemeer war groß und die Fans sangen jede Silbe mit. Mit einer Verbeugung verabschiedete sich das Trio schließlich von uns.

S.P.O.C.K

Sogleich waren Zugabe-Rufe zu hören. Diese wurde auch schnell erhört und Alex meinte: „We do that.“ Er bekam von seinen Kollegen Popo-Haue „because I’m not professional“. Was hatte er denn vergessen? Es fiel nicht weiter auf und so erinnerte er sich mit uns allen an den Mauerfall, der sie alle glücklich gemacht hatte. „You’re all the same – we’re all humans.“ Dafür erntete er lautstarken Beifall. Und dann stimmte er “Starpilot on channel K” an – “this is our song”. Das gesamte Publikum brüllte die Textzeilen mit und die Party hätte noch ewig so weitergehen können. Doch dann kam mit „Never trust a Klingon“ auch schon das letzte Stück der Formation für diesen Abend. Es ging noch einmal mächtig ab und jeder sang mit und am Ende meinte der Frontmann: „We all are the happiest Spock’n’Roll-family“. Die Arme waren oben während Alex sich und seine Kollegen vorstellte. Als die letzte Note gespielt war, verbeugten sich die drei vor uns. Mit dem Vulkanier-Gruß und „Live long and prosper“ war dieser tolle Gig dann aber doch vorbei. „We love you“ und das kann ich nur zurückgeben. Es war wie immer grandios und wirklich jeder im Saal grinste.

Solitary Experiments

Hiernach brauchten wir die Umbaupause zum Luft holen und etwas Trinken dringend. Frisch gestärkt konnte es dann endlich mit den Geburtstagskindern weitergehen. Darauf hatten alle Anwesenden gewartet. Jens meinte scherzhaft zu den Jungs: „Zwei fressen und zwei trainieren den ganzen Scheiß wieder ab – das zeigt, wie gut die zusammen passen.“ Und so ging es auf zum „Finale für heute Abend“. Zum Intro kamen die Herren von Solitary Experiments unter Beifall nach vorn. Im Hintergrund leuchtete das Bandlogo. Im Saal flogen Ballon umher und Sänger Dennis begrüßte uns knapp mit „Hallo Berlin – seid ihr aufgeregt?!“ Die Drums von Frank und Sebastian wurden von unten angestrahlt und los ging es mit „Road to Horizon“. Dennis ging direkt ab und tanzte drauf los – genau wie die Zuschauer. „Schönen guten Abend – wir sind Solitary Experiments seit 25 Jahren.“ Die Drummer zogen hier schon ihre schicken roten Hemden aus und standen nun in schwarzen Unterhemden obenrum da – echt sexy. „Das ist Tag 1“, so der Sänger und schon verkündete er, dass es an diesem Abend, passend zum Jubiläum, 25 Songs auf die Ohren geben wird. Und schon erklang „Homesick“, wo die Arme im Publikum oben waren.

Solitary Experiments

Frank sprang hinter seinen Drums auf und ab und drosch dabei auf die Felle ein. Sebastian tat es ihm gleich, was toll aussah. Strobo-Licht zuckte umher und rosa Lichtkegel wanderten auf der Bühne hin und her. Dennis lief von links nach rechts und zurück und überall tanzte er ausgelassen. „I am“ war der nächste Kracher. Dennis war gut drauf und sagte verschmitzt: „Bei 25 Jahren kann man das mal machen mit zwei Tagen.“ Rotes und grünes Licht setzte die Jungs in Szene, während der Frontmann sich vor die Drums stellte und besonders tiefe Töne sang. „No Surrender“ war ein „Song für meinem Freund Torsten Richter“, wo er den Text nur so rausbrüllte. Dazu nutzte er ein zweites Mikrofon, was einen leichten Verzerrer-Effekt auf die Stimme legte. Überall wurde getanzt und wirklich alle schauten zufrieden und gut gelaunt. Im Anschluss war nur der Beat zu hören und schon jubelten die Zuschauer los – hatten sie doch „Immortal“ schon längst erkannt. Dennis kam immer wieder an den vorderen Bühnenrand und sang in die Menge. Mal war das Licht in Blau gehalten und dann wechselte es wieder zu rosa, wie etwa bei „Pandora’s Box“ – „ein älteres Stück“. Micha hauchte hier den Text den Refrains in sein Mikro und Dennis hatte beim Singen die Augen geschlossen.

Solitary Experiments

Die Band hatte für diesen Abend „Songs, die euch gefallen“ rausgesucht, aber auch „Songs, die uns gefallen“. So folgte „von 2003“ „Selfdeception“, wo Dennis Stimme echt gut rüberkam. Bei „Still alive“ gab es einen tollen Moment, als alle Musiker auf der Stage mit ausgebreiteten Armen da standen. Lichtkegel flackerten hierbei zwischen ihnen hin und her, was die Bewegungen wie abgehackt aussehen ließ. Bevor „Point of view“ erklang, meinte der Sänger: „Nutze den Tag – es könnte der letzte sein“. Und schließlich ging es mit „Bock auf Tanzen?“ los. Getanzt und mitgeklatscht wurde dann aber auch – es war so warm im Saal, aber das störte niemanden. Alle verausgabten sich regelrecht. Die Drummer hauten im Gleichtakt auf die Felle ein und etwas zu viel Strobo-Licht verblitzte uns wieder einmal die Äuglein. Für alle Fans gab es an diesem Abend dann endlich mal wieder live „Paradise“ auf die Ohren – „oldie but goldie“. Der Stimmeffekt war etwas ungewohnt, kam aber gut an. Diesem alten Track folgte einer „vom aktuellen Album“ – gemeint war „Achromatic“ und auch er wurde mächtig abgefeiert.

Solitary Experiments

Im Anschluss gab es für uns alle eine Überraschung, denn Dennis bat Elena Fossi von Kirlian Camera auf die Bühne, während er das Feld räumte. Sie stimmte „Edges“ an und tanzte wild beim Singen. Wie immer sah sie echt toll aus und die Menge bejubelte sie lautstark. Die Lichtshow war großartig und ihre Stimme kam gut rüber. Immer hatte sie Haare vorm Gesicht, denn sie wirbelte nur so umher. Micha strahlte an seinem Keyboard und genoss die gute Stimmung. Doch schnell war der Gastauftritt schon wieder vorbei – Dennis kam zurück, bedankte sich bei Elena und schon erklang „The essence of mind“. Der Beat war hier heftig und ließ uns alle abtanzen. Der Sänger wechselte hier immer wieder zwischen dem normalen Mikrofon und dem mit Stimmeffekt. Nebel waberte unter den Drums hervor, als es „etwas fürs Herz“ gab. „Epiphany“ feierten die Fans echt ab und Funkenfontänen rahmten den Frontmann schick ein – ein toller Showeffekt. „Ihr seid der Wahnsinn“, so Dennis zur Hexenkesselstimmung im Kesselhaus. Und dann boten sie uns „zum Verschnaufen“ „Apologize“ dar. Das Ganze war „für Anke“. Dennis schloss beim Singen immer wieder die Augen und am Ende umarmten sich die beiden Drummer – es lag Liebe in der Luft. „Dave hatte keine Zeit – muss ick alleene machen“, so Dennis verschmitzt und so stimmte er den Depeche Mode-Song „Rush“ an. „So fing’s an 1984.“ Irgendwie schien er wohl aufgeregt zu sein, denn plötzlich hatte er einen Texthänger, was die Fans aber nicht schlimm fanden – es wurde trotzdem mitgegrölt und getanzt.

Solitary Experiments

Und weil es gerade so schön war mit den alten Krachern, holten sie „Land of tomorrow“ aus der Kiste – „Kennt diesen Song noch jemand?“. Das Licht war grün und lila und sah echt gut aus. „Es war eine schöne Zeit.“ Die Party nahm immer noch Fahrt auf, obwohl das kaum möglich war, jedoch war „Pale candle light“ ein weiteres Highlight des Abends. „Ich will ganz Berlin hier hören“ – gesagt, getan und so sang wirklich jeder im Saal laut mit. Dennis tanzte dazu und grinste zufrieden. Auch die Band sang mehrstimmig und gemeinsam klang es echt irre. Die Arme waren oben und blieben es gleich zu „Brace yourself“. Der Sänger war so beeindruckt und sagte: „Ich bin der Meinung, das macht Spaß. Ihr seid das Publikum und wir sind der Dienstleister.“ Die Fans tobten schier – „Ihr seid schon ein bisschen geil“. Dieses Kompliment gab das Publikum mit viel Beifall zurück und in dem Moment wollte sich die Band schon verabschieden.
Aber nix da – noch waren die versprochenen 25 Songs nicht alle gespielt und so wurde lauthals nach Zugabe geschrien. Schnell kamen die Jungs wieder hervor und meinten: „Wir probieren mal was.“ „Counterpart two“ machten ihnen sichtlich Spaß und auch die Zuschauer hatten ihre Freude daran. Schnell waren die Arme wieder oben und die Stimmung direkt wieder am Siedepunkt. Gekreuzte Lichtstrahlen vor den Keyboardern sahen toll aus, als „The dark inside me“ erklang. Der mehrstimmige Gesang wurde bejubelt und Dennis stand wieder kaum einen Moment still.

Solitary Experiments

Dann gab es die nächste Überraschung – „wir haben da mal was vorbereitet“. Zum Nena-Cover „Leuchtturm“ kam Boris von Klangstabil auf die Bühne und sang mit Dennis. Zusammen sprangen sie im Takt auf und ab und hatten echt Spaß. Am Ende fielen sie sich in die Arme. Boris fragte noch, wie sie einst auf ihren Bandnamen gekommen seien und Dennis erklärte es in kurzen Sätzen. Dann bedankte sich Boris noch dafür, dass Dennis ihn einst so unterstützt hat und der bedankte sich seinerseits und meinte, zum Geburtstag „da muss man och mal die Kollegen einladen“. Recht hat er.

Solitary Experiments

Gemeinsam mit dem Gast verschwanden die Herren wieder von der Stage, doch wer zählen konnte, wusste, dass es noch nicht vorbei war und so waren die Rufe nach einer Fortsetzung zu hören. Lang mussten wir aber nicht warten und schon waren die Jungs von Solitary Experiments wieder da. „Lang lang ist’s her“, so Micha und damit stimmten sie „Watching over you“ an. Hier sangen alle Musiker mit, egal ob mit oder ohne Mikrofon und auch die Fans grölten nur so. Die Drums waren wieder einmal von unten angestrahlt, was toll ausschaute. Der Jubel war groß und Dennis äußerte sich hierzu beeindruckt mit den Worten: „Wir haben die besten Fans der Welt“. Zu „No Salvation“ tanzten alle noch einmal ausgelassen – „Der Wahnsinn!“ Der Sänger war wahrlich imponiert und genoss die Stimmung mit ausgebreiteten Armen am vorderen Bühnenrand. Bevor „Rise and fall“ angestimmt wurde, standen Sebastian und Frank mit erhobenen Armen abwartend da – ein tolles Bild. Dann kam wiederum Bewegung auf und Funkenfontänen schossen gen Saaldecke. Das Gesamtbild war echt toll und die Band hatte ihren Spaß. Dennis erhob die Faust in die Höhe und am Ende klatschten alle Fans im Saal. Damit war das Ende des ersten Konzertabends erreicht. Die Jungs verbeugten sich gemeinschaftlich und es wurde das obligatorische Fanbild geschossen. „Wir sind überwältigt!“ Mit diesen Worten verabschiedeten sie sich für diesen Tag von uns.

Ein DJ ließ direkt Musik für die Aftershow-Party erklingen, aber wir machten uns auf den Weg ins Hotel. Wir mussten wieder zu Kräften kommen, denn ein zweiter Geburtstagsabend mit Solitary Experiments stand ja noch an.

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Autor: Scratchcat

Photos: Pyro

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